POLITIK
16/06/2018 14:25 CEST | Aktualisiert 16/06/2018 19:15 CEST

AfD-Politiker zum Arbeitspensum im Bundestag: "Die Realität holt uns ein"

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TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
Die Fraktionsspitze der AfD im Bundestag: Alice Weidel und Alexander Gauland.

► Es sind zwei Dinge, die die AfD den anderen Parteien immer vorgehalten hat: Sie würden die Sitzungen schwänzen und öffentliche Gelder abschöpfen, wo es nur gehe.

► Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem Bundestagseinzug hat die Partei nun offenbar erkannt, dass die Parlamentsarbeit Kraft und Zeit kostet. “Die Realität holt uns ein”, sagte der AfD-Abgeordnete Dirk Spaniel dem “Spiegel”.

► Sein Parteilkollege Uwe Kamann fordert nun Funktionszulagen und pauschale Aufwandsentschädigungen für die Fraktionsspitze. Beschlossen habe die AfD-Fraktion darüber hinaus, dass künftig eigene Abgeordnete bei wichtigen Gründen den Plenarsitzungen fernbleiben dürfen.

Darum ist die Forderung aus Reihen der AfD wichtig: 

Laut Kamann würden insbesondere den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel die Zulagen zustehen, weil diese “besonders harte Arbeit” leisten würden.

Die Mehrheit der AfD-Fraktion unterstütze laut “Spiegel” dieses Vorhaben –obwohl die Partei bislang die “Selbstbedienungsmentalität der Altparteien” stets scharf kritisierte. Anders als kurz nach ihrem Bundestagseinzug, sind die Reihen der AfD nun auch zunehmend ausgedünnter.

Ganz offensichtlich muss die Partei dem harten Parlamentsalltag Tribut zollen. “Es gibt zu viele Arbeitstermine parallel zu Plenarsitzungen”, gestand der AfD-Abgeordnete Steffen Kotré dem “Spiegel”.

(jg)