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29/01/2019 16:48 CET

Anti-Baby-Pille: Das ändert sich für viele Frauen in Deutschland

Darüber dürften sich einige Frauen freuen.

PhotoAlto/Frederic Cirou via Getty Images
Ein neuer Gesetzesentwurf ändert auch die Handhabung mit der Pille. (Symbolbild) 
  • CDU und SPD haben sich in der Frage um das Werbeverbot für Abtreibungen für einen neuen Gesetzesentwurf entschieden. 
  • Über diesen dürften sich junge Frauen freuen, die mit der Anti-Baby-Pille verhüten.

Monatelang stritten Politiker um das Werbeverbot für Abtreibungen. Jetzt hat sich die Regierung geeinigt und stellt einen neuen Gesetzesentwurf vor. Dieser betrifft viele tausende Frauen, denn auch bei der Handhabung der Anti-Baby-Pille wird sich künftig etwas ändern. 

Junge Frauen hatten bisher bis zum 20. Lebensjahr den Vorteil, dass die Krankenkassen die Kosten der Pille übernommen haben. Das gilt in Zukunft auch für Frauen, die das 22. Lebensjahr erreicht haben. 

Anti-Baby-Pille bis zum 22. Lebensjahr kostenlos

Künftig sollen nämlich Frauen, die mit der Pille verhüten, erst mit 23 dafür bezahlen müssen. Bis 22 ist die Pille also kostenlos.

CDU-Mitglied und Gesundheitsminister Jens Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu: 

„Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Pille künftig zwei Jahre länger, bis zum 22. Geburtstag. Das hilft jungen Frauen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden“

 

Werbeverbot für Abtreibungen: Noch immer keine Einigung

Auf das, worum es eigentlich ging, haben sich SPD und CDU nicht geeinigt. Die SPD fordert nämlich die Abschaffung des Werbeverbot für Abtreibungen. Die CDU ist jedoch weiterhin dafür, dass Ärzte nicht für das Ausüben von Schwangerschaftsabbrüchen werben dürfen. 

Laut Paragraph 219a des Strafgesetzbuches macht man sich strafbar, wenn man öffentlich Abtreibungen anbietet. 

Im Dezember handelten einige Minister einen Kompromissvorschlag aus. Auf diesen Kompromiss baut der neue Gesetztesentwurf nun auf.

(nsc)