POLITIK
04/12/2018 11:29 CET | Aktualisiert 04/12/2018 16:11 CET

Berlin: Anti-AfD-Plakat von Coca-Cola? Aktivisten sorgen für Verwirrung

Das Unternehmen stellte klar: Das Plakat ist ein Fake – die Botschaft darauf aber sei nicht "falsch".

  • In Berlin sorgt ein Anti-AfD-Plakat der Marke Coca-Cola für Belustigung und Empörung. 
  • Die Firma stellte nun klar: Das Plakat ist nicht echt – die Botschaft darauf aber sei nicht “falsch”. 
  • Im Video oben seht ihr die Plakate und die vielen Reaktionen darauf.

Es sieht echt aus, sehr echt. 

Roter Untergrund, dazu das bekannte Bild des Weihnachtsmanns mit der Coca-Cola-Flasche in der Hand. “Für eine besinnliche Zeit: Sag’ Nein zur AfD”, steht auf dem Plakat. Daneben das Coca-Cola-Logo

Hat sich da gerade eines der größten Unternehmen der Welt, das sich eigentlich nie politisch äußert, gegen eine rechte deutsche Partei gestellt? 

Nein. Das Plakat ist ein Fake, eine Aktion einiger Berliner Aktivisten unter dem Titel #AfDentskalender, wie die Tageszeitung “taz” berichtet.

“Auf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats hat jemand diese Botschaft selbst gebastelt”, teilte Coca-Cola Deutschland der Zeitung mit. 

Das heißt aber nicht, dass nicht einige Menschen – und AfD-Politiker – auf das Plakat hereingefallen wären. Oder, dass das Unternehmen Coca-Cola mit der Aktion unzufrieden sei. 

Coca-Cola Deutschland bekräftigt Botschaft des Fake-Plakats

Denn Patrick Kammerer, der Kommunikationschef von Coca-Cola Deutschland, retweete ein Bild des Plakats und schrieb dazu: “Nicht jedes Fake muss falsch sein”. 

► Heißt: Obwohl das Anti-AfD-Plakat nicht von Coca-Cola stammt, hält Kammerer die Botschaft darauf (“Sag’ Nein zur AfD”) für richtig – oder zumindest nicht falsch

Kammerers Tweet wurde darüber hinaus auch vom Hauptaccount von Coca-Cola Deutschland retweetet. 

AfD-Abgeordneter ruft zum Coca-Cola-Boykott auf 

Klar, dass sich in den Reihen der AfD und ihrer Anhänger daraufhin Empörung breit machte. Besonders wütend: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann. 

Der echauffierte sich über Kammerers Tweet und rief zu einem Boykott auf: “Für eine gesündere Zeit ohne Zuckerbomben: #SagNeinZuCoCaCola!” Pasemann schrieb auf Twitter von “heimischen Produkten, deren Hersteller auch in Deutschland Steuern zahlen” würden. 

(ben)