POLITIK
03/03/2018 09:05 CET

Mindestens 950 Angriffe auf Muslime und Moscheen 2017

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dpa
Die Moschee in Dresden nach einem Sprengstoff-Anschlag 2016.

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland mindestens 950 Angriffe auf Muslime und Einrichtungen wie Moscheen, wie aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, die der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vorliegt.

Dabei seien 33 Menschen verletzt worden.

In fast allen Fällen waren die Täter Rechtsextreme.

Darum sind die Zahlen wichtig: 

Da die Behörden Daten zu islamfeindlichen Straftaten erst seit Jahresbeginn 2017 auswerten, gebe es keine Vergleichszahlen aus dem Jahr 2016. 

Die innenpolitische Expertin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke, befürchtet jedoch mit Blick auf die AfD, dass sich eine muslimfeindliche Stimmung in Deutschland verfestigt.

“Die Islamhasser haben inzwischen den Sprung von der Straße in den Bundestag geschafft und tragen von der Parlamentstribüne zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas gegenüber muslimischem Leben in Deutschland bei”, sagte die Politikerin der “NOZ”.

Was ihr noch über die muslimfeindlichen Angriffe wissen müsst: 

Die Behörden registrierten allein knapp 60 Anschläge, Schmierereien und Schändungen, etwa mit Schweineblut, auf Moscheen und sonstige islamische Einrichtungen.

Zu den erfassten Straftaten zählen Hetze gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz (sogenannte Hasskommentare), Drohbriefe, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder muslimische Männer auf der Straße, aber auch Sachbeschädigung und Nazi-Schmierereien an Häusern und Moscheen.