POLITIK
20/09/2018 21:33 CEST | Aktualisiert 21/09/2018 08:39 CEST

Angela Merkel: Technik bei Konferenz streikt – die Kanzlerin wird pampig

Angela Merkel wirkt genervt.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft beim EU-Gipfel in Salzburg mit technischen Problemen. 
  • Sie lächelt – aber macht deutlich, was sie von den Störungen hält, wie ihr im Video oben seht. 

Der EU-Gipfel in Salzburg hat keine Lösung beim Migrationsstreit und den Brexit-Verhandlungen erbracht. Das war auch nicht zu erwarten gewesen. 

Unerwartet aber musste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in Österreich mit einem weiteren Problem kämpfen: der Technik. 

Bei der Pressekonferenz fielen offenbar die Übersetzungen aus. Unter den Journalisten brach bereits Unruhe aus, wie mehrere Medien berichteten. 

Angela Merkel wirkt genervt

Merkel rollte mit den Augen. “Ich mache jetzt mal noch eine Unterbrechung”, sagte die Kanzlerin, bestimmt und freundlich. “Was… was… was ist denn technisch hier los?”

Merkel blieb gewohnt ruhig. Sie war aber sichtlich genervt von den technischen Problemen. Einen Witz zu machen ließ sie sich aber nicht entgehen: “Eine deutsche Übersetzung gibt’s ja nicht.”

 

Dann sprach die Regierungschefin ein Machtwort aus: “Dann machen wir keine Übersetzung. Jeder verpflichtet sich, der eine Kamera bedient, keine sportlichen Übungen zu machen, sondern bleibt ruhig stehen.”

Was Merkel zum Schluss zu sagen hatte

An einen Techniker sagte Merkel, mit einem Lächeln, aber sehr bestimmt: “Das haben Sie jetzt ja schon drei Mal gemacht, dass es super ist und dann hat es doch nicht geklappt.” 

Noch einmal wies Merkel die Kameraleute in der ersten Reihe an, ruhig zu bleiben. Und legte dann los mit ihrer Abschlussklärung zu Salzburg: 

Die EU will Flüchtlingsabkommen mit den Staaten Nordafrikas nach Vorbild des Türkei-Deals abschließen. Über eine Verteilung von Flüchtlingen hätten die Staatschefs wenig gesprochen. Und bei den Brexit-Verhandlungen erwarte sie substanzieller Fortschritte von Großbritannien. 

Dann konnte Merkel den Salzburg-Gipfel auch verlassen.