POLITIK
14/03/2018 20:01 CET | Aktualisiert 15/03/2018 07:37 CET

"New York Times": Angela Merkel gefährdet den Wohlstand der Deutschen

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Im Video oben seht ihr, was das Ausland von der neuen GroKo hält.

► Die renommierte US-Tageszeitung “New York Times” hat die Amtsvereidigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Anlass genommen, vor den Auswirkungen ihrer Politik auf die Wirtschaft zu warnen

► Führende Unternehmer im Land seien wegen Merkel besorgt, schreibt die Zeitung: “Sie beobachten etwas, das sie als Rückkehr zum erstarrten Deutschland der Vergangenheit erleben, unter einer unbeliebten Regierung ohne Ideen.” 

► Hinzu komme der Druck auf Merkel aus der Bevölkerung: “Das Leben in Deutschland sollte rosig sein, doch für viele Menschen fühlt es sich nicht so an. Ihre Löhne sinken nicht, doch sie haben das Gefühl, dass sie von den guten Zeiten nicht profitiert haben.” 

Darum ist die Einschätzung der “NYT” zu Merkel wichtig: 

Der Hauptvorwurf des Artikels der “New York Times” gegen Merkel ist, dass die Kanzlerin durch den Druck der zur AfD abgewanderten Unzufriedenen im Land eine Politik anstrebe, die den Sozialstaat zu Lasten der Wirtschaft stärke.

Die Zeitung befürchtet, dass ein Aufweichen der Agenda 2010 mit ihrem Leih- und Zeitarbeitssystem und der deutschen Sparpolitik dazu führen könnte, dass der Wirtschaftsboom in der Bundesrepublik und der EU gestoppt wird. 

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Was ihr noch über Merkels Ruf im Ausland wissen müsst: 

Die Kritik der “New York Times” ist derweil eine arbeitgebernahe: hohe Lohn(neben)kosten, Sozial- und Staatsausgaben seien schlecht für das Wirtschaftswachstum. 

► Auch das britische Wirtschaftsmagazin “The Economist” rechnete in ähnlicher Weise einmal mit Merkel als “Dornröschen Europas” ab, die bloß den Status Quo erhalten wolle. 

Das US-Magazin “Foreign Policy” schrieb einst gar, Angela Merkels auf Bewahrung ausgerichteter Politikstil schade der deutschen und europäischen Demokratie. 

► Auch das US-Wirtschaftsmagazin “Bloomberg Businessweek” bezeichnete Merkel unlängst als “Schatten ihrer selbst” – hatte kurz nach der Bundestagswahl aber noch betont, eine Welt ohne Merkel sei “unvorstellbar”

(ll)