POLITIK
19/07/2018 16:39 CEST | Aktualisiert 21/07/2018 11:42 CEST

Merkel besucht Kita: Ein Foto macht sie im Ausland zum Gespött

"Merkels Foto wird zur Lachnummer."

  • Die ausländische Presse macht sich über ein Foto von Angela Merkel lustig und stellt die Kanzlerin als Witzfigur dar. 
  • Der Grund sind zwei Plüschbären im Hintergrund. 
  • Nicht das erste Mal sorgte Merkel für Lacher: Im Video oben ist der Grund ein kurioser Versprecher der Kanzlerin.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Angela Merkel in der internationalen Presse gefeiert. “Die Anführerin der freien Welt”, nannte die renommierte “New York Times” die deutsche Bundeskanzlerin bekanntermaßen. 

Doch in den vergangenen Monaten hat sich auch im Ausland die Meinung geändert. Der Streit über Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik hat die Europäische Union entzweit, die lange Regierungsbildung hat dem Bild der ewigen Kanzlerin stark zugesetzt. 

Eine kleine Meldung zeigt, wie ausländische Medien über Merkel herfallen. 

Ein unschuldiges Foto von Merkel

Merkel reist derzeit durch die Bundesrepublik. So traf sie kürzlich einen Pfleger, dem sie in einer TV-Sendung zugesagt hatte, ihn einmal bei der Arbeit zu besuchen.

Am Mittwoch war die Kanzlerin in Köln. Dort besuchte sie auch eine inklusive, also auf behinderte Kinder eingestellte Kita der Caritas. Ein Foto zeigt Merkel in einer Gruppe von Kindern. 

Es ist dieses Foto, das von einer britischen Boulevardzeitung aufgegriffen wurde, um sich über Merkel lustig zu machen. Der Grund: Im Hintergrund sind zwei Plüschbären zu sehen, die aufeinander liegen. 

► Der britische “Daily Mirror” macht daraus den “peinlichen Fototermin, während zwei Bären Sex haben”. 

Thilo Schmuelgen / Reuters
Um dieses Bild von Angela Merkel geht es.

► Die russische Propaganda-Seite “Sputnik” griff die Nachricht auf und titelte: “Merkels Foto wird zu Lachnummer wegen schlüpfrigen Sex-Bären im Hintergrund”.

Was ihr über “Daily Mirror” und “Sputnik” wissen müsst 

Dass ausgerechnet diese beiden Portale die deutsche Kanzlerin mit äußerst zugespitzten Berichten attackieren, überrascht nicht. Der “Daily Mirror” ist in der Vergangenheit häufig mit einer antideutschen Haltung aufgefallen. 1996 erklärte die Zeitung Deutschland den “Fußball-Krieg”. 

“Sputnik” ist ein vom russischen Staat finanziertes Medium – mit dem Ziel, Nachrichten zu verbreiten, die dem Kreml schmeicheln und seine politischen Gegner in einem schlechten Licht darstellen. “Was hier passiert, ist kein echter Journalismus”, sagte der Ex-“Sputnik”-Redakteur Andrew Feinberg einmal in einem Interview über die Arbeitsweise des Mediums.

Das Foto aus der Kölner Kita kam “Sputnik” wahrscheinlich gerade gelegen, um die Kanzlerin als Witzfigur darzustellen. 

(ame)