POLITIK
06/03/2018 17:23 CET

Bericht: Brandenburger AfD-Chef hatte Verbindung zu rechtsextremer Gruppe

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dpa
Der Landesvorsitzende brandenburgischen AfD, Andreas Kalbitz, bei einer Kundgebung im vergangenen Jahr.

► Laut Recherchen des ARD-Magazins “Kontraste” ist der Brandenburger Landesvorsitzende der AfD, Andreas Kalbitz, in Verbindung mit der inzwischen verbotenen rechtsextremen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) gestanden.

► Kalbitz habe demnach 2007 an einem sogenannten Pfingstlager der HDJ teilgenommen. Das belegten Fotos und Videoaufnahmen, die “Kontraste” vorliegen.

► Kalbitz sagte am Dienstag, wie der rbb berichtet: “Ich war als Gast dort, mutmaßlich, um mir das mal anzuschauen. Ich sehe da kein Problem.”

Darum ist die Enthüllung über Kalbitz wichtig:

Die HDJ wurde 2009 vom Bundesinnenministerium verboten. Ihr wurde Antisemitismus, Hitler-Verehrung und Rassenkundeunterricht vergeworfen.

Die Recherche zeigt, wie wenig Berührungsängste Kalbitz mit der rechtsextremen Ideologie damals offenbar hatte. 

Was ihr noch über Kalbitz wissen müsst:

Am Samstag hatte der AfD-Parteikonvent beschlossen, dass AfD-Mitglieder künftig bei Kundgebungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen. Für Montag wurde als Sprecher in Dresden auch Kalbitz angekündigt.

Ein NPD-Stadtrat aus Bayern berichtete zuletzt auch von einer langjährigen politischen Freundschaft mit Kalbitz. Der AfD-Politiker widersprach dem.