POLITIK
19/02/2018 12:40 CET

Umfragetiefpunkt für die SPD: Nahles noch unbeliebter als Schulz

Ein weiterer Schlag für die Sozialdemokraten

  • Die SPD erhoffte sich durch Nahles’ Nominierung als neue Parteichefin einen Stimmungswechsel
  • Eine neue Umfrage beweist allerdings das Gegenteil: Die SPD erreicht einen neuen Tiefstwert, Nahles ist unbeliebter als Schulz
  • Die Umfragewerte seht ihr im Video oben

Nach dem Chaos der vergangenen Wochen in der SPD, erhofften sich die Sozialdemokraten mit der Nominierung von Andrea Nahles als Parteivorsitzenden einen Stimmungswechsel.

Die Hoffnung, dass Nahles die Partei aus der Krise führen kann, könnte jedoch schon früh enttäuscht werden. Darauf deutet eine neue Umfrage hin.

In der forsa-Erhebung im Auftrag der Sender ntv und RTL verzeichnet die SPD einen Tiefstwert in der Gunst der Wähler. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden nur noch 16 Prozent der Befragten den Sozialdemokraten ihre Stimme geben.

Das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch vor der Bekanntgabe von Nahles’ Kandidatur für den Vorsitz in der vergangenen Woche.

 Und damit der niedrigste Wert, der jemals seit Beginn der Umfragen vor 25 Jahren ermittelt worden ist.

Nahles unbeliebter als Schulz 

Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich ebenfalls nur 16 Prozent für die SPD-Fraktionsvorsitzende entscheiden. Das sind 7 Prozentpunkte weniger als Martin Schulz in der Vorwoche erreicht hatte. 47 Prozent würden hingegen weiterhin Angela Merkel wählen.

In der Umfrage wurden die Bürger außerdem gefragt, welche Eigenschaften sie Andrea Nahles zuschreiben. Darin schneidet sie wesentlich schlechter ab als Martin Schulz vor der Bundestagswahl im September 2017.

Nur 13 Prozent halten Nahles für fähig, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen.

Eine “angenehme Ausstrahlung” schreiben ihr nur 13 Prozent zu. Von Schulz sagten dies im September doppelt so viele.

(lp)