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26/04/2018 16:54 CEST | Aktualisiert 27/04/2018 11:52 CEST

7 Fakten über Analsex, die ihr bestimmt noch nicht wusstet

Zahlreiche Mythen ranken sich um den Analverkehr.

  • Mit Analsex werden zahlreiche Mythen und Gerüchte verbunden.
  • Sieben kuriose Fakten über die beliebte Sexpraktik werden hier vorgestellt.
  • Oben im Video: 3800 Männer und Frauen gefragt – wie lange sollte guter Sex dauern?

Aftershow Party, Schokostich, Sport im Zweiten: Wer hätte gedacht, dass diese Begriffe nicht für lustige Freizeitaktivitäten stehen, sondern lediglich das Wort “Analsex” ersetzen. 

Neben kreativen Umschreibungen interessieren sich die Menschen weltweit  weiter vorrangig für das Original. Ein Blick in die Google-Trends-Analyse der letzten zwölf Monate zeigt: Analsex scheint auf der ganzen Welt und über das ganze Jahr verteilt ein beliebter Suchbegriff zu sein. 

Dabei liegt Deutschland, hinter Schweden und Tansania, auf Platz drei der Länder, in denen die meisten User das Stichwort Analsex googeln.

Mit Analsex stehen neben Synonymen und Suchtrends auch zahlreiche Mythen und Gerüchte in Verbindung. Doch, was ist mit der Wahrheit?

Wir haben für euch sieben kuriose Fakten über Analsex gesammelt:

1. Wundermittel Analsex: Zwischen Muttermilch–Booster und Verhütungsmittel

nathaly victoria gamez hualcas via Getty Images
"Sex-Pots" der Moche-Kultur.

Natürlich weiß jeder, dass Analsex im antiken Griechenland gerne praktiziert und auf sämtlichen Bildern, Vasen, Skulpturen festgehalten wurde. Jedoch hinterließen nicht nur die Griechen ihre Analsex-Spuren.

Mehr zum Thema: Diese Frau ist durch Anal-Sex schwanger geworden

Auch die Moche-Kultur (100 bis 800 n. Chr.) im Norden Perus meißelte detaillgetrieben ihre Vorliebe für Analsex in Keramik. Heute im “Erotischen Saal” des archäologischen Museums Rafael Larco in Lima zu betrachten, wird auf massenhaft Tonwaren Anal-Sex dargestellt.

Hinter der plastischen Kunst stecken jedoch auch kulturelle Überzeugungen. So fanden Archäologen heraus, dass eines der beliebtesten Motive eine Frau zeigt, die ihr Neugeborenes stillt, während sie Analsex hat. Eine mögliche Erklärung dieses Bildes wäre der Glaube, dass die Kraft des Spermas die Produktion von Muttermilch ankurbelt. Warum dies vermeintlich über den Hintern besser funktioniert, bleibt offen. 

Besser über den Hintern läuft ebenfalls eine zweite mögliche Erklärung für die Analsex–Affinität der Moche: die Verhütung. Weil auf den sogenannten “Sex Pots” Analpraktiken am häufigsten abgebildet werden, vermuten Archäologen, dass der Analverkehr von den Moche als Verhütungsmittel genutzt wurde. Alternativen gab es damals noch keine.

2. Wer Pornos schaut, sucht nach Anal-Sex

Jedes Jahr gibt die Porno-Seite “Pornhub” ihre Statistik über die Online-Sexlust der User heraus. Neben aussagekräftigen Zahlen, wie 28,5 Milliarden Besucher im vergangenen Jahr, geht der Pornoanbieter noch einen Schritt weiter und legt offen, welche Sexfilm-Präferenzen die Menschen weltweit rumtreibt.

Und was interessiert die Deutschen? Anal-Sex!

Der Anführer unter den Top fünf Porno-Kategorien ist der Begriff “Anal”. Auch die Suche nach “anal” gehört an siebter Stelle zu den Top 10 der meist gesuchten Pornotypen. 

Pornhub
Die beliebtesten Begriffe der deutschen Nutzer.

Im Gegensatz zu “Pornhub” blickt der Pornoanbieter “YouPorn” nicht in die Vergangenheit, sondern will mittels künstlicher Intelligenz das zukünftige Suchverhalten der User vorhersagen. 

Unter dem Namen “YouPorn Foresights” haben unter anderem Datenanalytiker ein neuronales Netzwerk programmiert, welches die diesjährigen Suchtrends herausfinden sollte. Auch hier spielt das Wort “anal” eine wichtige Rolle – jedoch in einer leicht veränderten Form. 

Laut ”YouPorn Foresights” werden die User nach der Richtung “anal dangcuble”, Platz 21, und “analiasing”, Platz 29, suchen. Welche Anal-Sexpraktik genau dahinter steckt, werden die Nutzer wohl selber wissen. 

3. Yin und Yang im Einklang mit dem Hintern

Auch in Asien bekommt der Hintern besondere Aufmerksamkeit. Weltweit wird  das Stichwort “Anal” am häufigsten in Asien gesucht, wie aus der “Pornhub-Statistik” hervorgeht. 

Doch auch in der asiatischen Vergangenheit spielt das Thema Analsex eine große Rolle. In China beispielsweise beurteilten die Menschen Sexpraktiken anhand ihrer Yin und Yang Leistung.

Somit durften die Chinesen Analverkehr haben, solange nicht das Yin-Yang-Gleichgewicht gestört wurde.

Es galt die Überzeugung, dass, wenn ein Mann ejakuliert, wichtige Yang-Anteile verloren gehen. Daher die Devise: Analsex ohne Ejakulation geht in Ordnung. 

4. Jung und Alt stehen auf Anal-Sex

Alle wollen Anal: Sowohl Teenager als auch ältere Menschen machen es gerne gerne auf diese Art und Weise. Verschiedene Statistiken untermaueren diese These:

In den USA kamen Forscher bereits 2008 zu dem Schluss, dass immer mehr Teenage-Jungs Analsex mit ihren Freundinnen haben wollen. An der Studie nahmen 1348 Jungen und Mädchen zwischen 15 und 21 Jahre teil. Davon gaben 16 Prozent an, schon einmal Analsex gehabt zu haben. 

2008 wurden 1000 Deutsche gefragt: “Welche dieser Sexpraktiken haben Sie schon ausprobiert?” Auf Platz drei, hinter Vaginal- und Oralverkehr, liegt der Analsex. 57 Prozent der zwischen 20 und 35 Jahre alten Männer gaben an, schon einmal Analsex gehabt zu haben. Bei den Frauen waren es 47 Prozent. 

Mehr zum Thema: Eine romantische Einladung zum Anal-Sex haben wir noch nie gesehen

Und im Alter? Forscher des “Center for Sexual Health Promotion” fanden heraus, dass 16 Prozent der Männer zwischen 50 und 59 Jahre Analsex bevorzugen. Bei den Frauen lag die Zahl bei sechs Prozent. Bei den über 70-Jährigen sank die Vorliebe jedoch bei den Männern auf sieben Prozent und bei den Frauen auf nur ein Prozent. 

5. Extra Geld für den Hintern

Für alle Pornodarstellerin steht Anal-Sex auch für einen Gehaltsschub. Wer seinen Hintern in die Kamera streckt, bekommt mehr bezahlt. Das kann von vielen Faktoren abhängen, jedoch scheint plausibel, dass sich besonders weibliche Darsteller vor dem Dreh um ihr Starkörperstück besonders intensiv kümmern müssen.

Die Diät-Planung: Vor den Aufnahmen sollte eine gewisse Zeit lang nichts mehr gegessen werden.

Der Reinigungsprozess: Einläufe und Analduschen sollen sowohl vor als auch während des Drehs zum Einsatz kommen.

Die Aufhübschung: Für die Close-Ups soll der Hintern schließlich besonders schön wirken, daher müssen die Darsteller sich den Po waxen lassen. 

Die Dehnung: Vor dem Shoot muss sichergestellt werden, dass der Hintern ausreichend mit Gegenständen verschiedener Größen gedehnt, entspannt und vorbereitet wurde. 

6. Nicht nur der Penis kommt zum Einsatz...

Von Flaschen, über Sprühdosen bis hinzu Orangen und Instant-Kaffee-Dosen – das ist nur ein Auszug der Gegenstände, welche in Patienten–Hintern gefunden wurden. 

Auf der Webseite “Radiopaedia” teilen Ärzte die skurrilsten Röntgenaufnahmen von Fremdkörpern im Hintern ihrer Patienten. Wie die Objekte dort hingekommen seien, wüssten die meisten Patienten meist nicht mehr, heißt es auf der Homepage. Einer der beliebtesten Ausreden sei, dass es ein Unfall gewesen wäre und der Patient auf den Gegenstand gefallen sei. 

Das klingt besonders plausibel bei Objekten wie Besenstielen, Zahnbürsten oder gefrorenen Schweineschwänzen. 

7. Mehr Geld, mehr Bildung, mehr Anal-Sex, mehr Orgasmen

Die Amerikaner liegen mit Studien zum Sexualverhalten von Frauen und Männern eindeutig an der Spitze. Forscher aus den USA veröffentlichten 2015 im “Journal of Sexual Medicine” eine Studie zum Analverkehr-Verhalten von heterosexuellen Frauen zwischen 15 und 44 Jahre.

Die Daten von über 10.400 Frauen in einem Zeitraum von vier Jahren wurden ausgewertet. 

Die Forscher kamen zu einer interessanten Entdeckung: Frauen mit einem größeren Einkommen und einer höheren Bildung haben mehr Analsex.

Ebenfalls im “Journal of Medicine” veröffentlicht, untersuchte ein weiteres Forscherteam unter anderem den Zusammenhang zwischen Analsex und Orgasmen. Dafür wurden Daten von 3990 Erwachsenen im Alter von 18 und 59 Jahre analysiert.  

Dabei fand das Team heraus: 94 Prozent der Frauen, welche beim letzten Geschlechtsverkehr auch Analsex hatten, gaben an, dass sie einen Orgasmus verspürten. 

Diese Zahl scheint sehr hoch, kann jedoch auch naheliegend sein, da der Analbereich mit vielen Nervenenden durchzogen wird und somit bei Kontakt für ein intensives Empfinden sorgen kann.

Geld, Bildung, Orgasmen – das mag wie eine Lobpreisung an den Analverkehr klingen. Es bleibt jedoch jeder Frau und jedem Mann selbst überlassen, ob diese Sexpraktik die richtige ist.

(ks)