POLITIK
11/11/2018 21:46 CET | Aktualisiert 11/11/2018 21:56 CET

Rührende Verwechslung: 101-Jährige hält Merkel für Macrons Frau

"Sie sind Madame Macron."

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Kanzlerin Angela Merkel versucht der 101-jährigen Dame zu erklären, wer sie ist.
  • Am Rande des Weltkriegsgedenkens ist es zu einer amüsanten Verwechslung gekommen.
  • Eine 101-Jährige verwechselte Merkel mit Macrons Frau – die Kanzlerin versuchte die Sache sogar auf Französisch aufzuklären. 

Es ist eine kleine Szene, ganz am Rande der zahlreichen Veranstaltungen zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges. Doch es ist eine Szene, die trotz oder gerade wegen des ganz großen Politik-Rummels berührt. 

Am Samstag wohnten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel der Enthüllung einer Gedenktafel in Rethondes anlässlich des hundertjährigen Bestehen des Waffenstillstands bei.

Nur wenige hunderte Menschen nahmen an der Zeremonie teil, darunter auch eine 101 Jahre alte Französin. Diese war sichtlich gerührt, dem französischen Präsidenten (“Es ist fantastisch, dass eine kleine Frau wie ich, dem französischen Präsidenten die Hand gibt.”) und “Madame Macron” die Hand zu schütteln.

Allerdings stand neben Macron gar nicht seine Frau Brigitte, sondern Merkel. Aufnahmen zeigen die Verwechslung – und die anschließenden, durchaus amüsanten, Aufklärungsversuche. 

“Je suis chancelière Allemagne”

Merkel versuchte die Situation feinfühlig aufzuklären.

Zuerst auf Deutsch: “Ich bin die Kanzlerin von Deutschland.” Die alte Dame schien dies nicht verstanden zu haben. Also packte die Kanzlerin ihr bestes Schulfranzösisch aus: “Je suis chancelière Allemagne”, bemerkte Merkel gleich zweimal.

Der 101-Jährige wurde offenbar klar, wer da vor ihr stand. Ihr war die Verwechslung sichtlich peinlich – dennoch freute sie sich, nicht nur Macron, sondern auch Merkel persönlich kennenzulernen. “Es ist fantastisch”, sagte sie und bedankte sich etliche Male. 

“Ich möchte nächstes Jahr wieder hier sein!”, erklärt die Seniorin zum Schluss. Ich auch”, antwortete Macron.

Bleibt abzuwarten, ob auch Merkel wieder nach Rethondes kommen – allein wegen der dann bereits 102-jährigen Dame sollt es zumindest eine Überlegung wert sein.