LIFE
14/03/2019 10:03 CET

Amerikaner erlebt sechs Minuten lang klinischen Tod – das berichtet er darüber

Nach einer Wiederbelebungsmaßnahme wachte er erst vier Tage später wieder auf.

  • Ein Mann aus den USA leidet unter einer seltenen Krankheit und hat aufgrund dessen eine Nahtoderfahrung erlebt. 
  • Er galt als klinisch tot – sechs Minuten lang. Nun verriet er, wie sich die Zeit für ihn anfühlte.
  • Oben im Video seht ihr, wie ein Arzt die Nahtoderfahrung beschreibt.

Tyler ist 23 Jahre alt und lebt in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Trotz einer seltenen und unheilbaren Krankheit, lässt der Mann sich nicht unterkriegen. Auch als er sechs Minuten lang klinisch tot war, nachdem die Ärzte bereits versucht hatten ihn wiederzubeleben, kämpfte er sich ins Leben zurück.

In einem Interview mit der englischen Nachrichtenseite “Unilad” erzählte der 23-Jährige, wie sich seine Nahtoderfahrung anfühlte.

Unilad
Der 23-jährige Amerikaner weiß jetzt, wie sich eine Nahtod-Erfahrung anfühlt. 

Tyler leidet unter der seltenen Krankheit spinale Muskelathropie, kurz SMA. Die Krankheit ist gekennzeichnet von einem fortschreitendem Muskelschwund.

Betroffene können sich nicht mehr alleine bewegen, sind auf einen Rollstuhl angewiesen und haben meist eine kürzere Lebenserwartung.

Tyler muss nach einem Eingriff wiederbelebt werden

Der 23-Jährige beschreibt seinen Körper als “Bumerang”, da seine Wirbelsäule und seine Rippen gebogen sind.

Im Interview erzählt der Mann, dass er eines Tages ins Krankenhaus gekommen sei. Dort soll ein Arzt zu ihm gesagt haben, dass er eine schwarze Flüssigkeit in seinem Magen habe, die er auspumpen müsse.

“Als sie das taten, wurde ich ohnmächtig und ich wachte erst vier Tage später wieder auf – und der Raum war voller Leute”, sagt Tyler.

Dort habe er erfahren, dass er bei dem Eingriff wiederbelebt werden musste.

Zudem habe ihm eine Krankenschwester erzählt, dass er sechs Minuten tot gewesen sei.

Der 23-Jährige ist jetzt Comedian

“Ich war mir dessen nicht bewusst, aber ich hatte einige sehr merkwürdige Visualisierungen”, sagt Tyler ohne zu erzählen, was er genau gesehen hatte.

Er sieht sein Überleben als Beweis dafür an, “wie hartnäckig Menschen mit Behinderung sein können. Wie belastbar sie sind”, fügt der 23-Jährige hinzu.

Tyler bleibt positiv: “Ich weiß, dass die Krankheit unheilbar ist. Wieso sollte ich mich also darüber aufregen?”

Um über Missstände von behinderten Menschen zu sprechen, macht der 23-Jährige inzwischen Stand-Up-Comedy.

“Sie sehen dich nur an und weisen deine kognitiven Fähigkeiten wegen deiner körperlichen Fähigkeiten zurück”

Auf die Frage, was er daran so toll findet, antwortet er: Die Tatsache, dass ich etwas so Negatives nehmen kann und Leute dazu bringen kann, darüber zu lachen.”

Die Öffentlichkeit habe meist ein falsches Verständnis über Behinderungen im Allgemeinen:

“Sie sehen dich nur an und weisen deine kognitiven Fähigkeiten wegen deiner körperlichen Fähigkeiten zurück. Jetzt, da ich in der Comedy-Szene bin, ist es fantastisch, weil ich mit allen ganz kreativ sein und die Leute in Verlegenheit bringen kann.”