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26/03/2018 14:17 CEST | Aktualisiert 26/03/2018 14:49 CEST

Viele Deutsche fürchten sich vor Altersarmut – so könnt ihr vorsorgen

Mehr als jeder fünfte Deutsche legt rein gar nichts für seine persönliche Altersvorsorge zurück.

juefraphoto via Getty Images
Berechne frühzeitig deine spätere Rentenerwartung und versuche, Lücken frühstmöglich auszugleichen.

40 Prozent der Deutschen fürchten sich vor Altersarmut und 56 Prozent der Deutschen glauben, sich im Alter finanziell einschränken zu müssen.

Und trotzdem: Mehr als jeder fünfte Deutsche legt rein gar nichts für seine persönliche Altersvorsorge zurück. Das ergabt eine repräsentative Umfrage im ERGO Risiko-Report 2018

Na, Prost Mahlzeit!

Als junger Mensch mit wenig Geld kann ich dazu nur sagen: Kümmert euch um euer Geld, aber verfallt nicht in Panik. Es ist wichtig sich auszukennen, aber man will ja auch gut leben und nicht knausern, damit irgendwann mal ein bisschen mehr Rente da ist.

► Mit diesen Tipps könnt ihr euch gegen Altersarmut wappnen:

1. Berechne frühzeitig deine Rentenerwartung 

Vor Altersarmut musst du dich nur dann fürchten, wenn du während deines Erwerbslebens nur wenig und / oder unregelmäßig verdienst und nicht privat vorsorgst. Berechne frühzeitig deine spätere Rentenerwartung und versuche, Lücken frühstmöglich auszugleichen

2. Versuche ab und an Geld auf die Seite zu legen

Im Alter musst du dich nicht finanziell einschränken, wenn du etwa eine eigene Immobilie hast (ist aber auch nicht immer das Wundermittel) und wenn du ein bisschen Geld ansparst.

► Versuche hin und wieder Geld auf die Seite zu legen oder eröffne zum Beispiel einen Wertpapiersparplan ab 25 Euro (siehe unsere 100 Euro-Challenge).

3. Angelegt wird später

22 Prozent der Deutschen legen im Monat gar nichts zurück. Bei weiteren 20 Prozent sind es weniger als 50 Euro.

Das ist insofern schlecht, als dass du dann kaum für dich vorsorgen kannst.

Und das hat erstmal noch gar nichts mit dem Alter zu tun. Was ist denn, wenn dein Kühlschrank, dein Auto oder dein Computer kaputt geht? Wenn du rein gar nichts zurücklegst, wird es wirklich schwer, sich über Wasser zu halten.

Mehr zum Thema: Wie du dir mit 25 Euro deine Rente sicherst

► Ich empfehle, drei Netto-Monatsgehälter für Notfälle zurückzulegen. Erst danach wird angelegt.

4. Informiere dich frühzeitig über deine Anlagemöglichkeiten

► Es herrscht finanzielle Unwissenheit an allen Fronten! Oben, unten, vorne, hinten – nichts.

So glaubt der Durchschnitt der Befragten der ERGO-Studie, dass man mit Aktien jährlich 1,5 Prozent Gewinn machen kann. In der Realität sind es aber mindestens sechs bis acht Prozent pro Jahr.

Außerdem halten viele immer noch an Sparbuch und Lebensversicherung fest.

Es müssen aber nicht nur Aktien sein, in die man investiert. Es gibt ganz viele Anlagemöglichkeiten, mit denen du auch mit weniger Risiko Geld verdienen kannst. Diese scheinen vielen aber überhaupt nicht bekannt zu sein. Das deutsche Schulsystem scheint in diesem Punkt zu versagen.

Mehr zum Thema: Alle verfluchen die Steuererklärung – dabei kann sie ein Segen sein

5. Behalte deine monatlichen Ausgaben im Blick

Jeder dritte Teilnehmer gab an, nicht privat fürs Alter vorsorgen zu können. Bei den Teilnehmerinnen sind es sogar erschreckende 43 Prozent. Wo soll denn das hinführen? 

► Hier kommt es darauf an, deine monatlichen Kosten im Blick zu haben und zu sparen.

► Wenn du auf gar keinen Fall sparen kannst, musst du zwingend mehr Geld verdienen. Entweder durch Lohnerhöhungen, einen besser bezahlten Job oder Nebenverdiensten.

Zugegeben, das ist gar nicht so einfach. Versuchen solltest du es aber. Sonst reißt auch dir irgendwann der Geduldsfaden.

Dieser Text erschien zuerst bei Kleingeldhelden und wurde für die Veröffentlichung auf HuffPost angepasst. 

(amr)