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12/03/2018 18:51 CET | Aktualisiert 12/03/2018 18:51 CET

Alles im Fluss – kontrolliert unkontrolliert Denken

Der menschliche Verstand ist ein wunderbares Instrument. Denn er ermöglicht es uns, Neues zu lernen und beispielsweise mit Logik komplexe Probleme zu lösen. Das gelingt uns zumindest, wenn wir unseren Verstand zielgerichtet einsetzen. Wenn wir das nicht tun, wenn wir mal loslassen wollen, kann es uns auch schwerfallen, abzuschalten. Wir verfallen in unkontrolliertes Denken, ins Grübeln; gerade negative Gedanken lassen uns schwer los bzw. wir können sie oft nur schwer loslassen.

Schlaflose Nächte durch unkontrolliertes Denken

Viele Menschen können deshalb nachts nicht schlafen, sie liegen wach, unfähig, ruhigen und erholsamen Schlaf zu finden, weil ihre Gedanken sie nicht in Ruhe lassen. Wie Motten in Sommernächten um eine Laterne flattern, kreisen die Gedanken immer wieder um ein Problem. Ohne es zu lösen. Man gerät in eine „Problem-Trance“, denn die Gedanken entwickeln eine Eigendynamik, die man nicht mehr steuern kann. Manch einer fühlt sich dann sogar als Gefangener der eigenen Gedanken.

Gedanken sind Wiederholungstäter

Studien zufolge denken wir zehntausende einzelne Gedanken am Tag. Es sind aber nicht alles neue Gedanken, bei den meisten handelt es sich um Wiederholungen. Und ein großer Teil davon ist eher negativen Ursprungs: Es sind sorgenvolle Gedanken, die unsere Zukunft betreffen oder bereuende, die unsere Vergangenheit betreffen. Die wenigsten Gedanken sind wirklich zielgerichtet.

Denken ist ein fortwährender Prozess

Wer sich von seinem unkontrollierten Denken distanzieren möchte, muss zunächst verinnerlichen, dass Denken ein fortwährender Prozess ist. Von diesem kann man sich aber distanzieren und ihn aus einer beobachtenden Haltung heraus betrachten. Dadurch verstrickt man sich nicht mehr in seine Gedanken. Das bietet den Vorteil, dass man auch aussteigen kann, wenn man will und schult gleichzeitig die eigene Achtsamkeit.

Nicht den Fluss lenken, sondern beobachten

Leichter zu verstehen ist das anhand eines Bildes: Das Denken ist ein Fluss. Man sollte nicht versuchen, gegen den Strom zu schwimmen oder versuchen, diesen in neue Bahnen zu lenken, sondern ans Ufer schwimmen und den Fluss beobachten.

Nicht auf jeden Gedanken muss reagiert werden, es reicht, ihn einfach wahr- und zur Kenntnis zu nehmen. Die Gedanken an sich vorbeiziehen lassen und ihren Fluss beobachten. Das bedarf tatsächlich etwas Übung, aber es hilft, schneller einzuschlafen und nicht die halbe Nacht damit zu verbringen, wertvolle Erholungsphase mit kräftezehrendem und ressourcenverbrauchenden Grübeln und unkontrolliertem Denken zu verbrauchen. Und keine Angst – die Gedanken gehen nicht verloren, sie sind auch am nächsten Morgen ganz sicher noch da.

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