WIRTSCHAFT
08/01/2019 15:45 CET | Aktualisiert 10/01/2019 10:21 CET

Aldi, Lidl und Co.: Die neue Pfandpflicht 2019 – was Kunden wissen müssen

Die Kunden müssen bald für (fast) alle Verpackungen Pfand zahlen.

ullstein bild Dtl. via Getty Images
Discounter haben seit dem 1. Januar ein neue Pfand-Regelung. (Symbolbild)
  • Zum 1. Januar ist die neue Pfandregel eingeführt worden: Supermärkte sind dazu gezwungen, Flaschen deutlicher zu kennzeichnen. 
  • Doch auch für die Kunden ändert sich etwas: Sie müssen nun auch teilweise mehr Pfand zahlen.

Bei den deutschen Supermärkten haben sich pünktlich zum Jahresbeginn Neuerungen ergeben, nämlich im deutschen Pfandsystem.

Am 1. Januar ist das Verpackungsgesetz in Kraft getreten. Dieses zwingt die Supermärkte dazu, mit Hinweisschildern besser darüber zu informieren, ob der Konsument gerade eine Pfand- oder eine Einwegflasche kaufen möchte. Das soll den Recycling-Gedanken fördern.

Damit soll ein höheres Bewusstsein für die Kunden geschafft werden was sie einkaufen – und was nicht. Beim Gesetz gilt damit das Prinzip der erweiterten Produktverantwortung.

Bedeutet: Jeder Einkäufer, der Verpackungen kauft, ist auch dafür verantwortlich, für deren Rücknahme bzw. Verwertung zu sorgen. Damit ist nicht nur die Verpackungen per se gemeint, sondern auch das Pfand. Das gilt übrigens auch für Online-Händler. 

Welche Neuerung gibt es bei Einweggetränkeverpackungen?

Ab sofort muss auch für Einweggetränkeverpackungen von Mischgetränken mit Milchanteil von mindestens 50 Prozent, sowie für Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure Pfand bezahlt werden. Dieser beträgt nun 25 Cent – davor mussten die Kunden dafür kein Pfand zahlen.

Dahingegen bleiben Verpackungen wie Tetra Paks, Schlauch- und Standbeutelverpackungen kostenlos. Das gilt ebenso für Weinflaschen, Hochprozentiges und Getränke für Säuglings- und Kleinkinderernährung.

(nr)