WIRTSCHAFT
08/03/2018 12:23 CET | Aktualisiert 08/03/2018 13:20 CET

Albi-Saft verschwindet aus vielen Supermärkten – was der Plan dahinter ist

Aber Edeka lässt es nicht zu, dass Albi ganz verschwinden wird.

RapidEye via Getty Images
Die Fruchtsaft-Marke Albi verschwindet aus den meisten Supermärkten.
  • Die Fruchtsaft-Marke Albi gehört seit wenigen Monaten Edeka
  • Viele Supermarkt-Ketten haben daraufhin ihre Verträge offenbar gekündigt

Nahezu alle Supermärkte haben sie im Regal gehabt: die Fruchtsäfte von Albi.

Der Hersteller der Kultmarke belieferte Rewe, Real, Metro, Kaufland, Edeka, Penny oder Nahkauf. Auch für Discounter-Eigenmarken von Aldi und Lidl zeigte er sich verantwortlich. Dem Portal “Chip.de” zufolge gehört Albi nämlich zu den größten Saft-Produzenten des Landes.

Doch für Albi-Liebhaber gibt es eine schlechte Nachricht: Die Marke verschwindet aus dem Sortiment der meisten Supermärkte. Das berichtet die “Lebensmittelzeitung”.

► Der Grund: Edeka hat Albi im Dezember übernommen – und das störte offenbar die Konkurrenz.

Rewe und Co. kündigten sämtliche Lieferverträge und nahm dem Bericht zufolge die Ware aus dem Sortiment. 

Mehr zum Thema: Alnatura ruft sechs Sorten Chips zurück - in den Tüten können Holzsplitter sein

Edeka drückt Albi in die Supermarktregale

Edeka geht nun einen Schritt weiter. Im eigenen Haus soll die Kultmarke Albi dafür gepusht werden. 

Bei Discounter Netto – Teil des Edeka-Verbunds – sollen andere Saftmarken wie Granini oder Hohes C nach und nach aus den Regalen verschwinden.

Der Restbestand soll zum Billigpreis verkauft werden, Nachschub soll es keinen mehr geben.

Stattdessen soll Albi bei Netto das wichtigste Fruchsaftprodukt werden. Der bekannte Saft aus dem Tetrapack verschwindet also nicht ganz.

Die Saftproduktion stand komplett still

Den Safthersteller Albi gibt es bereits seit 90 Jahren auf dem Markt. Jährlich erwirtschaftet er einen Umsatz von über 100 Millionen Euro

Doch das Vorjahr war aufgrund der steigenden Rohwarenpreise, des zunehmenden Preisdrucks, der schlechten Ernte und der Konkurrenz wirtschaftlich kein gutes Jahr. 

Bevor Edeka Albi im Dezember übernahm, stand die Saftproduktion in den Hallen kurzzeitig sogar komplett still, wie die “Schwäbische Zeitung” berichtete.

Mehr zum Thema: Streit mit Mars-Konzern: Beliebte Produkte nicht mehr im Edeka-Sortiment

Wer den Säften von Albi treu bleiben möchte, muss künftig also in ausgewählte Supermärkte gehen.

Eine gute Nachricht gibt es ja immerhin: Dort wird es sie – vorerst – günstiger geben.

(cho)