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22/05/2018 14:09 CEST | Aktualisiert 22/05/2018 16:17 CEST

Berlin: Aktivisten zeigen, was das größte Problem an Autos in Städten ist

  • Straßen für Autos bekommen viel Platz in unseren Städten.
  • Eine Greenpeace-Aktion zeigt eindrucksvoll, wie paradox das ist. 

20 Mal mehr. So viel mehr Fläche (58 Prozent) gibt es für Autos in Berlin im Vergleich zur Fläche für Radfahrer (3 Prozent) und fast doppelt so viel wie für Fußgänger (33 Prozent).

Dabei haben in der Berliner Innenstadt von zwei Millionen Einwohnern rund 53 Prozent der Haushalte gar kein Auto, wie eine Mobilitätsstudie der TU Dresden aus dem Jahr 2015 zeigt.

► Ein Paradox, das viele so nicht mehr hinnehmen wollen.

Experten und Aktivisten fordern schon seit Jahren weniger Platz für Benzin- und Dieselautos und mehr für Fahrräder und bessere Fahrradwege.

Weniger Luftverschmutzung, mehr Lebensqualität

Doch bislang hat sich auf Deutschlands Straßen nicht viel geändert. 

Um darauf aufmerksam zu machen, haben Greenpeace-Aktivisten am Dienstagmorgen die Aktion “Städte für Menschen, nicht für Autos” gestartet.

Mit sogenannten “Gehzeugen” haben sie demonstriert, wie viel Platz eine einzige Person verbraucht, wenn sie mit dem Auto unterwegs ist:

► Mehr Fahrräder in unseren Städten würden nicht nur das Problem mit der Luftverschmutzung lösen, sondern sie würden die Lebensqualität auch noch aus anderen Gründen steigern, sagt Heinrich Strößenreuther im Gespräch mit der HuffPost. Er hat im Juni 2016 in Berlin Deutschlands ersten Volksentscheid für ein Fahrradgesetz initiiert.

Mehr zum Thema: Wie ein Berliner Startup Autos von den Straßen verbannen will

“Autos sind keine schönen Dinge – egal mit was für einem Motor. Dort, wo Autos parken und fahren, ist kein Platz für Bäume, Grün und Schankflächen. Menschen, die in der Stadt leben, wollen ein Piazza-Feeling und keine Blechkistenwüste”, sagt Strößenreuther.

Die Greenpeace-Aktion fand im Rahmen der “Grünen Woche der EU” statt. Die Aktionswoche soll Wege aufzeigen, wie die Europäische Union Städten dabei helfen kann, bessere Orte zum Leben und Arbeiten zu schaffen.

(ll)