POLITIK
02/12/2018 18:46 CET | Aktualisiert 03/12/2018 07:15 CET

Aktien gegen Altersarmut? Merz bekräftigt Idee zur privaten Vorsorge

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Florian Gaertner via Getty Images
CDU-Politiker Friedrich Merz will Aktienkäufe zur privaten Altersvorsorge steuerlich bevorteilen. 

► Der Bewerber für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat seine Idee bekräftigt, eine Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen.

► “Ich spreche über eine ergänzende Altersvorsorge, die neben die gesetzliche Rentenversicherung treten muss”, sagte der frühere Unionsfraktionschef am Sonntag in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin”.

► Es gebe bereits eine ganze Reihe von steuerlichen Begünstigungen. “Ich würde die gerne bündeln, ich würde sie gerne konzentrieren, ich würde sie vor allem gerne auf die Altersversorgung ausrichten”, sagte Merz.

Was Merz zu möglichen Interessenkonflikten beim Thema Aktien sagt: 

Merz ist Aufsichtsratsvorsitzender beim Vermögensverwalter Blackrock Deutschland. Mit zuletzt rund 6,4 Billionen Dollar (etwa 5,7 Bio Euro) an Anlegergeldern ist Blackrock der größte Vermögensverwalter der Welt.

Die Firma ist über diverse Branchen und Sektoren hinweg einer der wichtigsten Investoren rund um den Globus und hält auch Aktienpakete an etlichen deutschen Großkonzernen.

Auf die Frage nach einem möglichen Interessenkonflikt sagte Merz in der ARD, er habe sich schon lange vor seinem Engagement für das Unternehmen für die private Altersvorsorge ausgesprochen. “Ich musste meine Meinung da nie ändern und werde sie auch nicht ändern.”

Was Merz zum Risiko bei Aktiengeschäften sagte: 

Angesprochen auf den Charakter von Aktien als Risikopapiere sagte Merz, aus seiner Sicht sei “langfristige Beteiligung am Produktivkapital der Unternehmen” verlässlich.

Es komme darauf an, dass man in jungen Jahren mit kleinen Beiträgen anfange – “das können schon vier oder fünf Euro am Tag sein”.

(vw)