NACHRICHTEN
08/05/2018 10:14 CEST

Aichach: Polizist den Tränen nahe – so ist die Lage vor Ort

"Das ist kein schöner Anblick."

  • Bei dem Zugunglück im bayerischen Aichach am Montagabend kamen zwei Menschen ums Leben.
  • Die genauen Umstände des Unfalls sind derzeit noch unbekannt.
  • Im Video oben erklärt ein Pressesprecher der Polizei vor Ort die Lage am Bahnhof.

Am späten Montagabend gegen 21 Uhr ist es zu einem schweren Zugunglück im bayerischen Aichach gekommen. Über die Ursache des Zusammenstoßes, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und 14 verletzt wurden, sei laut Pressesprecher derzeit noch nichts bekannt. 

Er sagte dem Portal “Focus Online”:

“Die Kripo Augsburg hat hier an der Unglücksstelle die Ermittlungen übernommen. Momentan lässt sich noch in keiner Weise sagen, was denn der Grund dafür war, dass beide Züge das gleiche Gleis benutzt haben. Die Spurensicherung läuft hier an den verunfallten Zügen.”

Die Beamten stünden allerdings noch am Anfang der Ermittlungen.

Lage sei übersichtlich

Jedoch sei die Lage übersichtlich, sagte der Sprecher kurz nach dem Unglück. Die beiden Züge seien nicht entgleist. Der Personenzug wurde an der Front eingequetscht.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste waren in der Nacht vor Ort und kümmerten sich um die Verletzten. 

Polizist kämpft mit den Tränen

Vor dem Aichacher Bahnhof warteten am Abend mehrere Fotografen. Während einer der Polizisten sie bat, sich zurückzuziehen, habe er mit den Tränen gekämpft, berichtet “Focus Online”. “Das ist kein schöner Anblick. Wir wollen nicht, dass morgen jemand ein Bild seines Angehörigen in der Zeitung sehen muss“, sagte er.

Einsatzleiter der Feuerwehr Christian Happrach sagte dem Online-Portal, es wäre Glück im Unglück gewesen, dass es sich um einen recht späten Zug gehandelt habe. Nur 20 Menschen saßen in dem verunglückten Zug. 

Die klassische Pendlerzeit sei nur wenige Stunden vorher gewesen. “Ich will nicht wissen, was dann passiert wäre“, sagte der Einsatzleiter.