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16/12/2018 15:07 CET

Ägypten: Forscher machen in 4000 Jahre altem Grab erstaunlichen Fund

Es ist der größte Sensationsfund seit Tutanchamuns Graböffnung im Jahr 1922.

Reuters
  • In Ägypten ist eine über vier tausend Jahre alte Gruft gefunden worden.
  • Das Grab eines alten Priesters stellte sich jetzt als wahrer Sensationsfund heraus. 

Ägyptische Archäologen haben nahe Kairo ein mehr als 4400 Jahre altes Grabmal gefunden. Es sei außergewöhnlich gut erhalten und zeichne sich durch die farbige Bemalung der Statuen im Inneren aus, sagte Antikenminister Chalid al-Anani am Samstag. “Es handelt sich um eine der schönsten Entdeckungen, die wir in der vergangenen Zeit gemacht haben.”

Am Samstag wurde die Gruft in einem Pyramidenkomplex südlich von Kairo geöffnet und erstmals bestaunt. Das berichtet die britische Tageszeitung “Daily Mail”

Die private Grabstätte habe Wahtye gehört, einem hohen Priester der fünften Dynastie von König Neferirkare. Die fünfte Dynastie geht aus das Jahr 2500 bis 2350 vor Christus zurück. In der Gruft konnten die Archäologen unter anderem 24 farblich gestaltete Statuen bewundern – alle erstaunlich gut erhalten.

Zu sehen sind in der Gruft auch farbige Szenen, die den Priester, seine Mutter, seine Frau und seine Kinder zeigen. Zu erkennen seien auch Musikaufführungen, Segelboote und Jagdszenen, erklärte das ägyptische Antikenministerium.

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In der Gruft sind mehrere Statuen zu sehen.

Gruft wurde zum ersten Mal seit über 4000 Jahren geöffnet

Die zehn Meter lange und drei Meter breite Gruft sei seit über 4000 Jahren nicht geöffnet, sagte Mostafa Waziti, Generalsekretär des obersten Rates der Antiquitäten, der “DailyMail”. 

Das Grab sei unberührt und ungeplündert gefunden worden. Das war zuletzt beim Fund des Grabs vom ägyptischen König Tutanchamun vor fast 100 Jahren der Fall – eine Sensation.

“Es ist ein einzigartiger Fund”, sagte Waziri. Die Gruft sei in einem nahezu perfekten Zustand. In den letzten Jahrzehnten sei so etwas nicht mehr vorgekommen. 

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In der Gruft befanden sich uralte Hieroglyphen. 

 Forscher suchen nach Besitzer der Gruft

Waziri ist sicher, dass die Archäologen in den nächsten Wochen mit neuen erstaunlichen Ergebnissen ans Licht kommen werden. 

In der Gruft fanden sie bereits fünf Schächte. Einer davon sei unbedeckt, aber leer. Die anderen vier seien verschlossen.

Laut dem Zeitungsbericht hofft Waziri nun, dass in einem der Schächte der Besitzer der Gruft begraben liegt und die Forscher dadurch an noch mehr Informationen gelangen.

Mit Informationen der dpa.

(mf)