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07/01/2019 17:13 CET | Aktualisiert 07/01/2019 22:19 CET

AfD-Wähler misstrauen Politik und Medien häufiger als Durchschnittsdeutsche

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Ronny Hartmann via Getty Images
Vor allem AfD-Wähler trauen wenigen Institutionen in Deutschland. 

► Wem vertrauen die Deutschen? Am meisten, so zeigt es das RTL/n-tv-“Trendbarometer” zum Beginn des neuen Jahres, der Polizei mit 78 Prozent sowie den Universitäten und Ärzten mit je 77 Prozent der Befragten.

► Daran hat sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert. Doch insgesamt haben fast alle relevanten gesellschaftlichen Institutionen einen erheblichen Vertrauensverlust zu beklagen.

► So hält sich die Polizei zwar knapp auf Platz 1 der Ranking-Liste, ist aber gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte abgerutscht.

Wer am meisten Vertrauen verloren hat:

► Am stärksten zurückgegangen ist das Vertrauen zum Papst (- 20 Punkte), zur katholischen (- 9) und zur evangelischen Kirche (- 10) sowie zur Bundeswehr (- 13).

► Für Unternehmer und Manager gibt es in diesem Januar ein Vertrauens-Plus (je + 3 Punkte). Manager rangieren allerdings auf dem drittletzten Platz mit 9 Prozent, gleichauf mit dem Zentralrat der Muslime

► Als weniger vertrauenswürdig als die Manager sehen die Bundesbürger nur den Islam (7 Prozent) und die Werbeagenturen (4 Prozent).

Ebenfalls ein kleines Plus verzeichnete die Presse: Dieser vertrauen 41 Prozent der befragten – ein Prozentpunkt mehr als bei der Befragung im Vorjahr. 

Wem AfD-Anhänger wieviel Vertrauen schenken:

Besonders wenig Vertrauen in die Institutionen in Deutschland haben AfD-Wähler.

Demnach haben nur 26 Prozent der AfD-Anhänger Vertrauen zum Radio (die übrigen Bundesbürger: 60 Prozent), nur 13 Prozent trauen der Presse (50 Prozent), 12 Prozent dem Fernsehen (32 Prozent), 33 Prozent den Schulen (58 Prozent).

Lediglich zu Unternehmern sowie zu Managern und Arbeitgeberverbänden, zu Ärzten, Werbeagenturen und der Bundeswehr ist das Vertrauen der AfD-Sympathisanten ähnlich hoch oder niedrig wie bei den Bürgern ohne AfD-Präferenz.

(jg)