POLITIK
29/11/2018 08:17 CET | Aktualisiert 29/11/2018 08:50 CET

AfD-Vorstandsmitglied verlässt Partei: "Kampf gegen Destruktive endgültig verloren"

Top-News To Go.

dpa
Steffen Köninger, AfD-Bundesvorstandsmitglied und Landtagsabgeordneter in Brandenburg.

► AfD-Bundesvorstandsmitglied Steffen Köninger hat am Donnerstagmorgen seinen Austritt aus der AfD und aus der AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag angekündigt.

► Laut einer Pressemitteilung, die unter anderem der “Welt” vorliegt, begründete Köninger seinen Schritt mit Gewissensbissen: “Die Bürgerlichen in der AfD haben den Kampf gegen die Destruktiven der Partei in vielen Landesverbänden endgültig verloren.”

► Innerhalb der Partei nehme “die Begeisterung über bewusste Grenzübertritte von wenigen Protagonisten nicht ab”, heißt es weiter. Zudem werde die Beobachtung durch den Verfassungsschutz “von zu vielen Funktionsträgern fahrlässig in Kauf genommen”.

Darum ist der AfD-Ausstieg von Köninger wichtig:

Dass Köninger die AfD verlässt, ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass der rechte Parteiflügel zunehmend die Oberhand gewinnt. Köninger war seit vergangenem Dezember Beisitzer im Bundesvorstand der AfD, im Oktober 2017 hatte er die “Alternative Mitte” mitgegründet. Er gilt in Brandenburg als Gegenspieler des AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz, der zum rechten Parteiflügel um Thüringens Landeschef Björn Höcke gehört.

Zuletzt hatte der 46-Jährige vehement gefordert, dem Parteinachwuchs Junge Alternative (JA) den Status als offizielle Jugendorganisation abzuerkennen und eine Neugründung in die Wege zu leiten. In mehreren Bundesländern wird die JA bereits vom Verfassungsschutz beobachtet