POLITIK
10/01/2019 11:12 CET | Aktualisiert 10/01/2019 19:17 CET

AfD-Mann Magnitz: Nun taucht ein mögliches Bekennerschreiben auf

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Fabian Bimmer / Reuters

► Im Fall des angegriffenen AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz ist ein mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht. 

► Am Mittwochabend veröffentlichte eine Gruppe mit dem Namen “Antifaschistischer Frühling Bremen” auf der linksextremen Plattform “Indymedia” ein Schreiben, in dem sie sich zur Tat bekannte. 

► Magnitz werden in dem Schreiben “gute Kontakte in die rechtsextreme und faschistische Szene” nachgesagt. Er dürfe “in Bremen und anderswo keinen Fuß mehr fassen und gehört wie jeder andere Nazi mundtot gemacht”, heißt es dort weiter. 

Mittlerweile wurde das Schreiben gelöscht. Ob es echt ist, ist derzeit unklar. Die Bremer Staatsanwaltschaft, die im Fall Magnitz ermittelt, bestätigte gegenüber der “Welt”, dass das Bekennerschreiben geprüft werde. 

Was ihr über den Fall Magnitz wissen müsst: 

Magnitz war am Montag bei einem Angriff schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Die Staatsanwaltschaft Bremen teilte nach Sichtung von Videoaufnahmen mit, Magnitz sei von hinten von einem Mann angesprungen worden. Der Täter gehörte zu einer Gruppe von drei Männern, die hinter dem Opfer zu sehen sind. Beim Sturz zog sich Magnitz eine schwere Kopfverletzung zu. 

Mehr zum ThemaAuf der Plattform “Indymedia” veröffentlichte eine Gruppe

Ob dem Angriff ein politisches Motiv zugrunde lag, ist derzeit noch nicht geklärt. Behördensprecher Frank Passade sagte der “Welt”, die Staatsanwaltschaft ermittle weiterhin in alle Richtungen. 

(lp)