POLITIK
09/01/2019 08:30 CET | Aktualisiert 09/01/2019 09:18 CET

AfD-Mann Magnitz: "Es kann auch ein Raubüberfall gewesen sein"

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ASSOCIATED PRESS
Frank Magnitz wurde Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens.

► Der am Montag in Bremen brutal niedergeschlagene AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz hat keinerlei Erinnerungen an die Tat. 

► Der Chef des Bremer Landesverband der AfD will sich daher auch nicht darauf festlegen, dass linksextreme Gewalttäter das Attentat verübt haben. Der “Bild” sagte er: “Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber es kann auch ein Raubüberfall gewesen sein.“

► Einem Passanten, der ihm nach der Tat geholfen hat, erzählte Magnitz nach Informationen der Zeitung, dass ihm drei vermummte Männer mit tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen und Mützen in den Innenhof gefolgt seien.

Was die Polizei zu der Tat mitteilte:

Die Polizei widersprach der Darstellung der AfD, Unbekannte hätten mit einem Kantholz auf Magnitz eingeschlagen und auf den am Boden liegenden eingetreten. So heißt es in einer Pressemitteilung:

“Gesicherte Aufnahmen zeigen zwei Personen, die sich dem 66-Jährigen von hinten näherten, eine dritte lief versetzt dahinter. Einer der Unbekannten schlug den Bremer von hinten nieder, woraufhin der Mann stürzte. Der Abgeordnete erlitt eine stark blutende Kopfverletzung. Anschließend flüchtete das Trio vom Ort des Geschehens. Auf dem bisher gesicherten Videomaterial kann der Einsatz eines Schlaggegenstandes nicht festgestellt werden.“

So geht es dem Politiker:

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung. Magnitz hat Platzwunden und Prellungen davongetragen.

Der “Bild” sagte er: “Die gesamte linke Körperhälfte schmerzt fürchterlich, aber ich bin bestens mit Schmerzmitteln versorgt. Deshalb geht es einigermaßen.“ 

(ll)