POLITIK
05/08/2018 12:47 CEST | Aktualisiert 06/08/2018 14:55 CEST

AfD-Mann kämpft gegen "Baden mit Bekleidung" – Ministerin reagiert grandios

“Dann soll er in Gottes Namen halt nackt baden!”

Facebook
  • Ein AfD-Politiker will gegen Muslime in einem Schwimmbad vorgehen.
  • Seine Facebook-Kampagne ging jedoch nach hinten los.

Es ist ein Werbe-Bild der absurderen Sorte.

Der hessische AfD-Kommunalpolitiker Klaus Gagel hat bei Facebook ein Share-Pic mit dem Slogan “Baden mit Bekleidung? Nicht mit uns!” gepostet.

Mit dem Bild wollte Gagel gegen eine – laut eigener Aussage – “islamistische Großfamilie” mobil machen, die in der Stadt Taunusstein wiederholt bekleidet in einer Badeeinrichtung geschwommen sei.

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“Die AfD-Fraktion im Kreistag des Rheingau-Taunus hat einen Antrag gestellt, dass der Kreisausschuss auf die Gemeinden des Kreises, in denen ein Schwimmbad betrieben wird, einwirken soll, dass die bestehenden Hygiene-Vorschriften streng einzuhalten sind”, schrieb Gagel.

“Dann soll er in Gottes Namen halt nackt baden!”

Die Botschaft seines Bildes blieb dennoch zweideutig.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien reagierte so bei Twitter bitter zynisch auf Gagels Post. “Dann soll er in Gottes Namen halt nackt baden. Wir halten das aus”, schrieb sie über dem Bild des Rechtspopulisten.

Ohnehin ist fraglich, ob der Politiker in seiner Partei die Mehrheit für seine Forderung hat. Dass AfD-Chef Alexander Gauland seine karierte Badehose entsorgt, gilt als unwahrscheinlich.