POLITIK
31/12/2018 11:47 CET | Aktualisiert 31/12/2018 15:52 CET

AfD-Mann bricht mit Tweet über afrikanischen Flüchtling jedes Tabu

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HuffPost Deutschland
Thomas Seitz im Bundestag.

► Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz hat mit der Forderung nach Einführung der Todesstrafe für Empörung gesorgt.

► Im Hinblick auf einen aus Ellwangen abgeschobenen Kameruner, der sich nun wieder in Deutschland aufhält, twitterte Seitz: “Für solche Fälle braucht es einer wirksamen Abschreckung. Dafür darf eine Änderung von Art. 102 GG kein Tabu sein“. Der Artikel regelt die Abschaffung der Todesstrafe.

► Die AfD-Fraktionsführung um Alexander Gauland und Alice Weidel kritisierte die Äußerung scharf. Die AfD setze sich sich uneingeschränkt für das Grundgesetz ein, heißt es in einer Mitteilung auf Twitter. Und weiter: Seitz’ Äußerungen seien “privat und mit unserer Fraktionslinie vollständig inkompatibel”.

So erklärt Seitz den Tweet: AfD-Mann bricht mit Tweet über afrikanischen Flüchtling jedes

Der AfD-Politiker entschuldigte sich trotz harscher Kritik aus der eigenen Partei nicht für seinen beispiellosen Ausfall. Stattdessen schrieb er bei Facebook:

“Es war weder ein Mausrutscher, ein unüberlegtes Posting noch die Aktion eines Mitarbeiters, sondern ein von mir selbst bewusst erstellter und geplanter Beitrag, den ich bis zum Zeitpunkt der vorgesehenen Veröffentlichung noch hätte löschen können.”

Der Kommentar sei eine “bewusste und gezielte Provokation“ gewesen“.

(mf)