POLITIK
26/10/2018 08:18 CEST | Aktualisiert 26/10/2018 08:42 CEST

AfD in Sachsen-Anhalt: Abgeordneter soll Kollegen verprügelt haben

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Der AfD-Abgeordnete Mario Lehmann (links) im Gespräch mit dem AfD-Rechtsaußen Andre Poggenburg. 

► Gewalt in den Reihen der AfD in Sachsen-Anhalt: Der Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt wirft seinem Fraktionskollegen Mario Lehmann vor, ihn verprügelt zu haben.

► Wie die “Mitteldeutsche Zeitung” berichtet, hat Schmidt Lehmann angezeigt. 

► Dieser soll dem 27-Jährigen bei einer AfD-Klausur Ende September auf einer Toilette aufgelauert und ihn dann geschlagen haben. 

Wie es zu der Attacke des AfD-Abgeordneten gekommen sein soll: 

Die “MZ” berichtet, dass Lehmann seinen Parteifreund Schmidt laut dessen Anzeige als “Spinner” bezeichnet habe. 

Der 48-jährige Polizist habe Schmidt gedroht: Sollte der 27-Jährige noch einmal etwas über ihn oder seine Tochter sagen, werde Lehmann ihn in eine “dunkle Ecke” ziehen und “grün und blau” schlagen. 

Lehmann habe daraufhin Schmidt einen Schlag in die Nierengegend verpasst. Laut Schmidts Anzeige sei die Attacke heimtückisch gewesen: Lehmann habe ihn unbemerkt auf die Toilette verfolgt und dort attackiert. 

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Welche Konsequenzen die Prügel-Attacke hat: 

Laut der “Mitteldeutschen Zeitung” habe Schmidt das LKA einschalten wollen. Er habe sich vom Landeskriminalamt Personenschutz erhofft. 

Schmidt fühle sich offenbar durch Lehmann bedroht. Er habe auch bei der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) um Schutz vor dem AfD-Kollegen gebeten. 

Diese bestätigte der “MZ”, dass ein AfD-Abgeordneter mit ihr gesprochen habe. Inhalte des vertraulichen Gesprächs wollte sie nicht nennen, sagte jedoch, “dass ich alles Notwendige veranlasst und mich in diesem Zusammenhang an den Minister des Inneren gewandt habe.”

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg bestätigte der Zeitung zudem den Eingang einer Anzeige Schmidts gegen Lehmann. Das Verfahren sei jedoch eingestellt und der Erstatter auf den Privatklageweg verwiesen worden. 

(ben)