POLITIK
25/02/2019 09:30 CET

AfD-Chef Gauland denkt über Abschied nach: "Zeit, sich zur Ruhe zu legen"

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Matthias Rietschel / Reuters
AfD-Chef Gauland denkt über Polit-Abschied nach: "Zeit, sich zur Ruhe zu legen"

► Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland macht sich Gedanken über den Abschied aus der Politik.

► Vor dem Sommer werde er sich die Frage zwar nicht stellen, ob er eines seiner beiden Ämter niederlegen werde, sagte Gauland, der auch Bundestagsfraktionschef ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

► “Erst dann kann ich sagen, ob ich noch die Kraft habe oder nicht mehr.” Er fügte aber hinzu: “In zwei Jahren, mit 80, wäre es dann vielleicht wirklich an der Zeit, sich zur Ruhe zu legen.” Gauland ist kürzlich 78 geworden. 

Darum ist die Nachricht wichtig: Studie: Ost-Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal

Gaulands Rückzug aus der Politik wäre eine Zäsur in der jungen Geschichte der AfD. Er nahm federführend Einfluss auf die Programmatik der Partei und ist über alle, teils massiv zerstrittenen AfD-Flügel hinweg angesehen.

Im Herbst werden zunächst der Fraktionsvorsitz und dann die Parteispitze neu gewählt. Gauland will jeweils kurzfristig entscheiden, ob er nochmals antritt.

Was Gauland noch sagte: Studie: Ost-Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal

Zurückhaltend äußerte sich Gauland zu den Wahlaussichten der AfD in diesem Jahr: “Die Europawahl wird kein Selbstläufer. Das hat auch mit dem Brexit zu tun.”

Die AfD fordere einen EU-Austritt Deutschlands, wenn es keine Reformen in der Union gebe. “Aber mir ist klar, dass die anderen Parteien warnen werden: Schaut auf das Chaos, das die Briten angerichtet haben! Das macht den Menschen Angst.”

Bei den drei Landtagswahlen in Ostdeutschland stelle sich die Frage einer Regierungsbeteiligung allenfalls in Sachsen, aber “das wird Frau Merkel, solange sie noch Kanzlerin ist, zu verhindern wissen”.

(lp)