POLITIK
30/06/2018 11:41 CEST | Aktualisiert 30/06/2018 11:41 CEST

AfD-Parteitag: Weidel erwägt Koalition mit CSU – und wird scharf kritisiert

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Carsten Koall via Getty Images

Zu Beginn des AfD-Parteitags in Augsburg zeigten sich Teilnehmer am Rande der Veranstaltung irritiert von Äußerungen der Fraktionschefin Alice Weidel. Sie hatte eine Koalition mit der CSU nach der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober nicht ausgeschlossen.

► “Wenn ein Koalitionsvertrag unsere Inhalte abbildet, halte ich das für möglich. Das entscheidet aber die künftige Landtagsfraktion”, sagte Weidel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

AfD-Bundesvorstandsmitglied Andreas Kalbitz sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Ob das geschickt ist, darüber kann man streiten.” Vielleicht habe Weidel schon “zwei Schritte vorwärts gedacht”. Der Chef der Landtagsfraktion in Brandenburg erklärte: “Ich denke, dass sich diese Frage gerade vor den Landtagswahlen in Bayern nicht stellt.”

Darum ist die Nachricht wichtig:

Die Frage einer Regierungsbeteiligung ist in der AfD hochumstritten. Kritiker wie Parteichef Alexander Gauland sehen die Partei in der Dauer-Opposition, bis sie auf Augenhöhe mit anderen Parteien ist.

Bei Umfragen zur Wahl in Bayern liegt die Parte derzeit bei 13 Prozent, die CSU bei 41 Prozent. Sie bräuchte als einen Koalitionspartner, wenn sie mit einer Mehrheit regieren möchte. Bislang gibt es allerdings keine Anzeichen, dass sie tatsächlich mit der AfD zusammengehen würde. 

Was ihr sonst noch wissen müsst: 

Die Rechtspopulisten wollen bei ihrem zweitägigen Treffen einige intern strittige Themen anpacken. Dazu gehört die Zukunft der Rentenversicherung, für die es im Parteiprogramm noch kein Konzept gibt.

Auch die Anerkennung eines von der früheren CDU-Politikerin Erika Steinbach geleiteten Vereins als parteinahe Stiftung könnte zu hitzigen Debatten führen.