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23/02/2018 09:40 CET | Aktualisiert 24/02/2018 11:40 CET

Beeindruckende Fotos: Diese Frau hat in 5 Jahren dutzende Kilos verloren

"Ich will mich verstehen und akzeptieren.“

  • Eine Fotografin war ihr Leben lang extrem übergewichtig – mit 26 entschied sie sich für eine Magenverkleinerung
  • Die Veränderung ihres Körpers hielt sie in beeindruckenden Selbstporträts fest
  • Im Video oben: Wer schnell abnehmen will, sollte Abends diese 5 Lebensmittel essen

Samantha Geballe war unzufrieden mit sich und wütend – auf ihren eigenen Körper. Schon als Kind konnte die amerikanische Fotografin nicht aufhören zu essen, es war wie eine Sucht.

Das Essen wurde im Laufe der Zeit zu einem Ventil gegen Schmerz und Traurigkeit.

Es war aber auch ein Schrei nach Hilfe,denn die Essstörung zerstörte ihr Leben.

Samantha Geballe
"Side" - Seite

Mit 26 entschied sie sich für eine Magenverkleinerung

Ihre Wut, Angst und Einsamkeit verarbeitete sie mit Selbstporträts – auch ihre Emotionen und Gedanken über sich selbst hielt sie fest. 

26 Jahre hat sie mit extremem Übergewicht gelebt. Dann entschied sie sich für eine Magenverkleinerung.

Ihren Prozess dokumentierte sie mit weiteren Selbstporträts und nannte die zweiteilige Reihe “Self Untitled”. Die Fotos zeigen Geballe sowohl vor wie auch nach der Operation.

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Samantha Geballe
"Screaming At Me" - Mich anschreien

Sie führte zwei verschiedene Leben

Nur durch die Fotografie hat Geballe einen Weg gefunden, mit der gefühlten Entfremdung von ihrem eigenen Körper umzugehen.

“Jeder dachte, nach meiner Operation würden alle meine Probleme verschwinden und ich würde glücklich sein”, sagte die Fotografin in einem Interview mit der Plattform “Strange Fire”.

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Samantha Geballe
Samantha Geballe nach ihrer Operation

Doch so einfach war es für Geballe nicht. Sie beschreibt, dass es sich für sie anfühle, als ob sie in zwei Körpern gelebt hätte: “Ich erkenne mich selbst nicht wieder, wenn ich in den Spiegel gucke oder meine Fotos ansehe.”

Sie hat immer noch Angst

Rückblickend gibt Geballe zu, dass ihre Essstörung ihre Muse war – eingestehen wollte sie sich das aber für lange Zeit nicht. 

Samantha Geballe
"One Year Later" - ein Jahr später

Mit dem zweiten Teil der Reihe will sie die Veränderung zeigen – sich und ihren neuen Körper annehmen.

Doch es falle ihr schwer – sie hat immer noch Angst und muss bei jedem Bissen daran denken, dass sie wieder in ihre alte Form zurück fallen könne, sagte sie gegenüber “Strange Fire”.

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Samantha Geballe
"Bed Cottage" - Bett Hütte
Samantha Geballe
"Bathroom Floor" - Badezimmer-Boden

Sie hofft, dass andere Trost in ihren Bildern finden

Eigentlich fühlt sie sich inzwischen relativ wohl in ihrem Körper: “Ich kann nicht leugnen, dass das Leben leichter ist, wenn man dünner und gesünder ist”, erzählt sie dem Fotografie-Magazin Lenscratch. “Ich bin froh darüber, meine Beine übereinander schlagen zu können. Darüber, in Stühle zu passen – überhaupt, darüber in Dinge zu passen.”

Ihr Projekt “Self Untitled” ist aber noch nicht vorbei: “Ich fotografiere weiter, weil ich es einfach sehen muss. Ich muss mich selbst sehen. Ich will mich verstehen und akzeptieren.“

Geballe hofft, dass jemand Trost in ihren Bildern findet und realisiert, dass da draußen noch jemand ist, der ebenfalls an der Selbstliebe arbeiten muss.

Eine Auswahl der intimen Vorher-/Nachher-Bilder aus Geballes “Self-Untitled”-Projekt zeigen wir euch hier:

Samantha Geballe
"Last Sheet" - letztes Laken
Samantha Geballe
"Double Portrait" - doppeltes Portrait
Samantha Geballe
"Morning of"
Samantha Geballe
"Screaming Nude" - nackt schreien
Samantha Geballe
"Stomach" - Bauch
Samantha Geballe
"Just Jumpf" - einfach springen
Samantha Geballe
"Hangs" - hängt
Samantha Geballe
"Falling" - fallen
Samantha Geballe
"Couch"
Samantha Geballe
"Pulling Down" - herunter ziehen

(kap)

(amr)