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05/01/2019 15:10 CET | Aktualisiert 05/01/2019 18:56 CET

Lotto: Briten knacken Mega-Jackpot – 8 Fälle zeigen, was ihnen drohen kann

Geld macht nicht glücklich. In vielen Fällen scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein.

  • Anders als angenommen, führt ein Lottogewinn nur selten zum großen Glück.
  • Mord, Betrug und Selbstmord: Acht Beispiele zeigen, was der Gewinn auslösen kann.

Aktuell sorgen Frances und Patrick Connolly aus Irland für Aufsehen in den Medien. Der Grund: Das Paar hat den 128-Millionen-Euro-Jackpot geknackt – und will diesen Gewinn nun auch noch mit Menschen teilen, die sie lieben. 

Vielleicht gar keine so schlechte Idee, wenn man sich anschaut, was aus vergangenen Lotto-Gewinnern geworden ist.

Trotzdem sollten die beiden vorsichtig sein, denn einige der nun folgenden acht traurigen Geschichten von Lotto-Gewinnern zeigen auch: Selbst deinem eigen Fleisch und Blut kannst du nicht trauen, wenn es ums Geld geht.

1. Der Typ, der alles für Prostituierte und Kokain ausgegeben hat 

PA
Prostituierte und Drogen wurden ihm zum Verhängnis: Michael Carroll.

10 Millionen Euro gewann der Brite Michael Carroll 2002 im Lotto. Schon zehn Jahre später war er pleite. Der Grund: Er hatte all sein Geld für Prostituierte, eine Villa und Drogen ausgegeben.

Blöd gelaufen. Carroll landete in einer Keks-Fabrik, wie die HuffPost US berichtete – einen anderen Job bekam er nicht mehr. In die Keks-Fabrik musste er übrigens mit dem Fahrrad fahren. Seinen Führerschein hatte der unter Drogeneinfluss Auto gefahrene Lottogewinner auch noch verloren.

2. Die Hinterhältige, die am Ende immer verliert

Robert Daly via Getty Images
Denise Rossi war davon überzeugt, dass ihr Plan aufgehen würden.

Die Britin Denise Rossi gewann 1996 1,3 Millionen Euro im Lotto und, wie das dann schon mal passieren kann, vergaß unglücklicherweise völlig, ihren Ehemann über den Gewinn zu informieren. Stattdessen reichte sie die Scheidung ein.

Rossi kam mit ihrem Geheimnis durch – zumindest drei Jahre lang. Dann erfuhr das Gericht doch von ihrem Gewinn und die Frau musste als Strafe alles an ihren Ex-Mann auszahlen, wie der britische “Guardian” berichtete. Das nennt man dann wohl Karma.

3. Der Rocker, der an sein Talent glaubt 

Getty
Auch wenn du an dich glaubst, heißt es noch lange nicht, dass du damit Geld verdienst.

Für die Briten Roger und Lara Griffith war sofort klar, in was sie ihren Gewinn von 2 Millionen Euro investieren wollten: in ihre Hobbys. Für Lara hieß das Designer-Handtaschen shoppen und für Roger endlich ein eigenes Rock’n’Roll-Album aufnehmen. Beides artete wohl etwas aus.

Roger war so überzeugt von seinen Rocker-Qualitäten, dass er seinen eigentlichen Job kündigte, wie die britische Tageszeitung “Daily Mail” berichtete. Kurz darauf ging die Beziehung in die Brüche und das gemeinsam gekaufte Haus brannte ab. 

Von Rogers Musik hat man nie etwas gehört, zumindest aber den Gewinn hat er gerockt. Denn nach der Trennung hatte der für das Geld Verantwortliche davon noch genau acht Euro übrig...jetzt lebt der 42-Jährige laut “Daily Mail” wieder aus Mamas und Papas Tasche.

4. Der Gewinner, der vom eigenen Bruder bedroht wird

Getty
Manche Lottogewinner sind nicht mal mehr vor der eigenen Familie sicher. 

William “Bud” Posts Lottogewinn belief sich 1988 auf 18 Millionen Euro. Das war offensichtlich so viel Geld, dass Menschen begannen, ihn dafür zu hassen. Zunächst verlangte seine frühere Freundin vor Gericht, einen Anteil des Geldes zu bekommen. Dann heuerte sein eigener Bruder einen Auftragsmörder an, der William umbringen sollte. 

Das gelang ihm zwar nicht, dennoch trug William offenbar einen Schaden davon. Als er wenig später einen Fremden vor seiner Tür sah, schoss er auf ihn, wie der britische “Telegraph” berichtete. Es stellte sich dummerweise heraus, dass dieser nur Spenden hatte sammeln wollen. Der einstige Lottogewinner musste ins Gefängnis. 

5. Die Zweifach-Gewinnerin, die alles verliert

Sergey Nazarov via Getty Images
Von der Villa in den Anhänger: Evelyn Adams konnte mit ihrem Geld nicht umgehen.

Der Amerikanerin Evelyn Adams gelang etwas, das noch unwahrscheinlicher ist, als zweimal im Leben vom Blitz getroffen zu werden: Sie gewann gleich zweimal im Lotto, 1985 und 1986.

Die fast fünf Millionen Euro reichten ihr jedoch nicht einmal für 20 Jahre. Wie das “Forbes”-Magazin berichtete, verfiel die Frau einer Spielsucht und konnte mit ihrem Geld nicht umgehen. Mittlerweile lebt sie in einem Anhänger. 

6. Der zu gutmütige Ja-Sager

AP
Die sogenannte "Dee-Dee" nutzte die Gutmütigkeit des Lottogewinners eiskalt aus.

Der 40-jährige Abraham Shakespeare gewann gleich 15 Millionen Euro auf einen Schlag. Er wollte damit Gutes tun, doch ausgerechnet diese Gutmütigkeit wurde ihm zum Verhängnis. Er half Freunden aus finanziellen Notlagen und gestattete Obdachlosen, bei ihm zu wohnen.

Schnell sprach sich das herum und Fremde begannen, den Mann auszunutzen. Die sogenannte “Dee-Dee” Moore freundete sich hinterlistig mit ihm an. Er vertraute ihr, lieh ihr Geld. Wenig später war der Gewinner verschwunden.

Polizisten fanden seine Leiche nicht weit entfernt von Dee-Dees Haus. Sein Körper zeigte die Wunden zweier Schüsse. Dee-Dee wurde vor Gericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

7. Der Gewinner, den das Pech verfolgte

AP
Erst schien es, als hätte Jack Whittaker so viel Glück – und dann kam alles ganz anders. 

Eine kaum vorstellbare Summe von 270 Millionen Euro gewann Jack Whittaker 2002. Doch auch ihn machte das Geld nicht glücklich, wie die HuffPost US berichtete. Nach dem Gewinn schien es, als werde Whittaker vom Pech verfolgt.

Erst stahlen ihm Diebe einen großen Betrag des Geldes, dann wurde ein Anschlag auf ihn verübt – ebenfalls mit dem Ziel, ihm Geld zu stehlen. Kurz darauf starben auch noch seine Enkelin und ihr Freund an einer Überdosis Drogen in seinem Haus.

8. Der Mann, den der Gewinn in den Selbstmord trieb

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Gutmütigkeit und Geld passen offenbar nicht immer gut zusammen.

Als der Texaner Billie Bob Harrell umgerechnet 27 Millionen Euro im Lotto gewann, dachte auch er zunächst, seine Probleme gehörten damit endgültig der Vergangenheit an.

Den Job, den er nicht mochte, kündigte er, den Armen, denen er immer hatte helfen wollen, half er. Doch auch bei ihm nahm sein Helfersyndrom derartige Ausmaße an, dass er schließlich sogar mehrmals seine Telefonnummer wechseln musste, um nicht stündlich um Geld angebettelt zu werden.

Schließlich trennte sich auch noch seine Frau von ihm, das “Times”-Magazin berichtete über die Tragödie. Denn nur zwei Jahre nach seinem Gewinn wurde Harrells Leiche entdeckt: Es war Selbstmord.