POLITIK
13/06/2018 13:30 CEST

"Achse der Willigen": Seehofer und Kurz fordern verstärkte Grenzsicherung

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TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
Wollen eine "Achse der Willigen" zu Schutze der europäischen Grenzen bilden: Sebastian Kurz und Horst Seehofer.

► Innenminister Horst Seehofer hat sich am Mittwochmittag in Berlin mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz getroffen. Das große Thema dabei: Die Zuwanderungspolitik.

► Auf der anschließenden Pressekonferenz bekräftigten beide ihre Absicht, im Kampf gegen illegale Einwanderung nach Mitteleuropa für konsequente Grenzsicherung zu sorgen und eine “Achse der Willigen”zu bilden.

► Deren etwaige Mitglieder nannten sie jedoch nicht.

Warum das Treffen von Seehofer und Kurz wichtig ist:

Seehofer sorgt derzeit mit seinem Asyl-Masterplan für Unruhe in der deutschen Politik und vor allem auch im Lager der Union

Der CSU-Chef liegt mit Kanzlerin Angela Merkel im Streit über seine Pläne. Dazu kommt: Bereits einige CDU-Politiker haben sich öffentlich hinter Seehofer gestellt – und damit gegen ihre Parteichefin. 

Auch Österreichs Kanzler steht auf Seehofers Seite: Kurz hatte jüngst auch für sein Land eine rigidere Flüchtlingspolitik angekündigt. Beide treten zudem für eine strenge Grenzsicherung ein.

Was ihr noch wissen müsst:

Seehofer begründete auf der Pressekonferenz auch seine kurzfristige Nichtteilnahme am Integrationsgipfel im Kanzleramt: Er könne an solch einem Format nicht im Beisein “einer Person, die seinen Heimatbegriff mit dem der Nationalsozialisten in Zusammenhang bringe”, teilnehmen.

Gemeint ist die Journalistin Ferda Ataman, die sich in einem Kommentar kritisch über die von Seehofer angestoßenen Heimat-Debatte geäußert hatte.

(mf)