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26/04/2015 05:44 CEST | Aktualisiert 26/04/2015 07:29 CEST

Nach Himalaya-Beben: "Er war einzigartig, furchtlos, lustig" - Emotionaler Abschiedsbrief an den Google-Manager, der im Mount-Everest-Basislager starb

Instagram / Danfredinburg

Als im Himalaya die Erde bebte, befand sich Dan Fredinburg am Fuße des Mount Everest, dem Dach der Welt. Fredinburg war Top-Manager bei Google, entwickelte zum Beispiel Google Street View mit. "Ich habe das Herz eines Abenteuers", schreibt er auf seinem Instagram-Profil über sich. Und sein letztes Abenteuer begann er am 31. März, eine Expedition nach Nepal.

Er war schon einmal mit Kamera auf dem Rücken auf den Mount Everest geklettert. Nach dem verheerenden Beben, das nach aktuellen Erkenntnissen 2000 Menschen das Leben kostete, ließ Fredinburg noch wissen, dass er "ok" sei. Doch dann löste sich eine Lawine und verletzte den 33-Jährigen am Kopf.

Auf Instagram schrieb seine Schwester über seinen Account:

This is Dans little sister Megan. I regret to inform all who loved him that during the avalanche on Everest early this morning our Dan suffered from a major head injury and didn't make it. We appreciate all of the love that has been sent our way thus far and know his soul and his spirit will live on in so many of us. All our love and thanks to those who shared this life with our favorite hilarious strong willed man. He was and is everything to us. Thank you.

Ein von Dan Fredinburg (@danfredinburg) gepostetes Foto am

Wir haben den Post übersetzt:

Ich bin Dans kleine Schwester Megan. Es tut mir Leid, euch allen, die ihn liebten, mitteilen zu müssen, dass Dan während der Lawine am Everest heute Morgen eine schwere Kopfverletzung erlitten hat und es nicht geschafft hat. Wir bedanken uns für die ganze Liebe, die bis jetzt zu uns gesendet wurde und wissen, dass seine Seele und sein Geist in so vielen von uns weiterleben wird. Unsere Liebe und unser Dank geht an alle, die dieses Leben mit unserem liebsten, lustigen, willensstarken Mann geteilt haben. Er war und ist alles für uns. Danke.

Auch die amerikanische Schauspielerin Sophia Bush, Ex-Freundin des verunglückten Google-Managers, meldete sich über Instagram zu Wort. Der emotionale Abschiedsbrief, der jetzt viral geht, lässt nur erahnen, welch toller Mensch Fredinburg gewesen sein muss. Er "war einzigartig. Furchtlos. Lustig. Ein Tanz-Roboter, der es liebte, auf Dinosauriern zu reiten, der Sonne entgegenzujagen und für die Vision einer besseren Welt zu kämpfen", schreibt Bush:

Mir fehlen die Worte. Ich versuche die Teile meines Herzens aufzusammeln, die in so viele kleine Scherben zerbrochen sind, aber ich werde sie wahrscheinlich nie alle finden. Heute habe ich, wie so viele meiner Lieben, einen unglaublichen Freund verloren.

Dan Fredinburg war einzigartig. Furchtlos. Lustig. Ein Tanz-Roboter, der es liebte, auf Dinosauriern zu reiten, der Sonne entgegenzujagen und für die Vision einer besseren Welt zu kämpfen. Er wusste, wie er diese erschaffen könnte. Sein Herz hat ihn immer wieder angetrieben, dafür zu kämpfen.

Er war einer meiner Lieblingsmenschen auf der Erde. Er war die Liebe meines Lebens. Er war einer meiner ehrlichsten Freunde. Er war ein unglaublicher Bruder, ein brillanter Ingenieur, und ein verdammt guter Mann. Ich bin am Boden zerstört und gleichzeitig so dankbar, ihn gekannt und geliebt zu haben, ihn zu in meinem Umkreis gehabt zu haben.

Ich habe mich so auf unser geplantes Treffen gefreut, wenn er nach Hause kommt. Ich bin traurig, dass ich seine Geschichte niemals hören werde. Es zerstört mich zu wissen, dass es mehr als 1000 Menschen in Nepal gibt, die exakt das Gleiche fühlen, die ebenfalls wissen, dass sie nie die Geschichten eines Abenteuers hören werden, die jemand erlebt hat, den sie lieben. Katastrophen wie diese sind oft nicht zu verstehen, die Ungeheuerlichkeit ist zu viel, um sie zu verstehen.

Bitte denkt daran, dass jeder Tote für irgendjemanden der "Dan" war. Bitte denkt daran, dass unsere Zeit auf dieser Erde nicht garantiert ist. Bitte sagt den Menschen, dass ihr sie liebt. Jetzt. In dieser Minute. Und bitte sendet einen Kuss in den Himmel für meinen Freund Dan. Seine Energie ist so groß und so hell, er ist bei uns, deshalb schickt ihm heute etwas Liebe. Und dann umarmt eure Lieben noch einmal.

Das ist der Post im Original:

There are no adequate words. Today I find myself attempting to pick up the pieces of my heart that have broken into such tiny shards, I'll likely never find them all. Today I, and so many of my loved ones, lost an incredible friend. Dan Fredinburg was one-of-a-kind. Fearless. Funny. A dancing robot who liked to ride dinosaurs and chase the sun and envision a better future for the world. His brain knew how to build it. His heart was constantly evolving to push himself to make it so. He was one of my favorite human beings on Earth. He was one of the great loves of my life. He was one of my truest friends. He was an incredible brother, a brilliant engineer, and a damn good man. I'm devastated and simultaneously so deeply grateful to have known and loved him, and to have counted him as one of my tribe. I was so looking forward to our planned download of "all the things" when he got home. I am crushed that I will never hear that story. I am crushed knowing that there are over 1,000 people in Nepal suffering this exact feeling, knowing that they too will never hear another tale about an adventure lived from someone that they love. Disasters like this are often unquantifiable, the enormity is too much to understand. Please remember that each person who is now gone was someone's Dan. Please remember that our time on this Earth is not guaranteed. Please tell those you love that you do. Right now. This very minute. And please send a kiss to the sky for my friend Dan. His energy is so big and so bright, and it's all around us, so put some love toward him today. And then hug your loved ones again. #goodbyesweetfriend #savetheice #Nepal

Ein von Sophia Bush (@sophiabush) gepostetes Foto am

Im Everest-Basislager starben nach Angaben des Tourismusministeriums mindestens 18 Menschen bei einer Lawine. Das Schneebrett hatte sich durch das Erdbeben gelöst und war durch das Lager gefegt. Schlechtes Wetter behinderte die Rettungsarbeiten, da Helikopter nicht starten konnten.

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