ELTERN
20/07/2018 12:17 CEST

Sommerurlaub: 5 Tipps, wie ihr mit euren Kinder problemlos ans Meer fahrt

Um zu vermeiden, dass ihr am Strand einen Albtraum erlebt, gibt es vorab ein paar Tricks.

AleksandarNakic via Getty Images
Strandurlaub mit Kindern kann so schön sein – wenn ein paar Dinge beachtet werden. 

Der Sommer ist da. Und mit ihm die Lust auf einen Urlaub am Meer. Wir konnten unseren ersten Strandurlaub mit unseren beiden Töchtern kaum erwarten.

Gleichzeitig haben wir uns davor gefürchtet. Denn mit Babys am Strand kann auch so einiges schiefgehen. Damit keiner dieselben Fehler macht wie wir, verrate ich euch in diesem Text alle Tricks, die wir in den letzten zwei Jahren nach und nach entwickelt haben.

1. Bereitet euch geistig darauf vor

So viel vorweg: Ich werde euch hier keinen Plan liefern, wie ihr auf dem Strandhandtuch Mojitos schlürfen könnt. Wenn ihr mit Kleinkindern an den Strand fahrt, müsst ihr vergessen, wie der Urlaub vor eurer Zeit als Eltern war.

Das heißt jedoch nicht, dass ihr keine schönen Momente erleben werdet. Es wird nur anders. Wenn ihr glaubt, der Strandurlaub sei in erster Linie Erholung für euch, könnt ihr euch das abschminken.

Mehr zum Thema:Psychologen erklären: Es gibt nur eine einzige Sache, die Kinder in den Sommerferien tun sollten

Außer ihr seid Krösus oder habt eine Oma als Begleitung. Oder ein anderes mitreisendes Familienmitglied packt mit an. Bei uns passiert das leider nur sehr selten. Wenn der Opa aber mitfährt, ändert das alles. Dann komme ich sogar ein bisschen zum Lesen.

Drei Erwachsene können sich bei der Aufsicht gut abwechseln. Zu zweit geht das bei einem Kind auch. Bei zwei wird es schon schwierig. Dann riskiert ihr, beim Heimkommen total kaputt zu sein. Aber ihr werdet eine tolle Zeit mit euren Kleinen verbringen. Und das sind Erinnerungen fürs Leben.

2. Packt die Strandsachen schon vorher

Am besten ist es, das einmal für den ganzen Urlaub zu erledigen und die Strandtasche danach in einer Ecke liegen zu lassen. So müsst ihr nicht jeden Tag von vorn anfangen und ihr spart Kraft. Einpacken müsst ihr unter anderem: 

  • Ein Sonnenschutz-Zelt für Babies: Praktisch, günstig, leicht und nimmt kaum Platz weg. Und vor allem erspart es euch Ärger, wenn es am Strand keinen Schatten gibt oder die Schattenplätze schon belegt sind. Ich bin kein Fan von Sonnenschirmen. Ich finde sie sperrig und sie schützen Babies nur schlecht vor der Sonne.
  • Badetücher – aber ich rate euch, genauso Foutas, große Stranddecken, mitzubringen. Die sind gut, um die Kleinen hineinzusetzen, die noch nicht laufen können. 
  • Ein Wasserspray, um Babys abzukühlen, die noch zu klein zum Baden sind. Zerstäuber sind aber auch für Erwachsene praktisch. 
  • Eine große Flasche Wasser
  • Spielzeug. Aber nehmt nur das wichtigste mit: Eine kleine Schaufel, einen Rechen, ein Eimerchen und ein paar Sandförmchen. Das reicht für die Kleinkinder. Wenn noch Platz ist, sind eine kleine Wassermühle und ein Ball auch nett. 

Für ein Baby, das schon anfängt zu laufen, reichen zwei Spielsachen im Koffer aus. Es hat um sich herum schon genug zu entdecken und anzuschauen. Außerdem müssen diese Dinge noch unbedingt mit:

  • Sachen zum Umziehen, altersgerechte Trinkgefäße und eine Zwischenmahlzeit
  • Schwimmflügel
  • Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50
  • Ein frisches T-Shirt und ein Outfit zum Wechseln.
  • Hut und Sonnenbrille – wir schaffen es zwar nie, dass jeder seine aufsetzt, aber okay.
  • Windeln und Wickeltücher
  • Tragetücher – wenn ihr gut damit klarkommt, sind die am Strand praktischer als der Kinderwagen.

3. Gutes Timing ist der Schlüssel

Das Geheimnis für einen gelungenen Urlaub oder Strandaufenthalt mit Kindern ist gutes Timing. Kinder haben eine hohe Anpassungsfähigkeit, aber das heißt nicht, dass sie sich immer an euren Rhythmus anpassen können. Bei uns ist es immer schief gelaufen, wenn wir das vergessen haben. 

► Wenn ihr wie wir Frühaufsteher seid, ist das nicht schlecht, weil ihr so den Strand ohne das Gedränge genießen könnt und die Kinder nicht den heißesten Sonnenstunden aussetzt.

Und warum nicht am Abend einfach wiederkommen? Dann leeren sich die Strände meist wieder ein bisschen.

Mehr zum Thema: Stillen auf dem Laufsteg – was ich von diesem Model gelernt habe

► Vermeidet auch, den ganzen Tag am Strand zu sein – das ist mit zwei Kleinkindern keine gute Idee. Zwei Strandstunden am Stück sind mehr als genug. Und wenn es nur die kleinsten Müdigkeitsanzeichen bei euren Kleinen gibt: Geht nach Hause. Auch wenn es gerade schön ist, ein paar Minuten länger am Strand zu liegen, ist es einen Wutanfall nicht wert.

Wenn ihr am selben Tag noch einen Ausflug machen wollt, ist es besser, den Strandbesuch auf den Rückweg am Abend oder am späten Nachmittag zu verlegen. Wenn ihr es andersherum macht, riskiert ihr, euch klebrig, fischig und salzig zu fühlen. Kindern gefällt dieses Gefühl oft gar nicht.

4. Beschäftigt euch mit der Landschaft

  • Erfahrt eure Sinne am Meer neu: Ertastet die verschiedenen Texturen von Sand, Kieselsteinen und Muscheln, hört dem Meeresrauschen zu oder seht euch zusammen die Wellen an. 
  • Entdeckt die Spiele eurer Kindheit wieder: Springt in die Wellen, baut Sandburgen oder Steintürme.
  • Erzählt Geschichten von Sirenen, Walen, Piraten, Fischen und Seemännern. 

5. Wenn eure Kinder Mittagsschlaf halten – dann schlaft auch

Zieht den Kindern die Badesachen an und cremt sie ein, bevor ihr zum Strand aufbrecht. Das verhindert böse Überraschungen bei der Ankunft, wenn das Kind sich nicht eincremen lassen will, weil es lieber gleich baden oder mit dem Sand spielen möchte.

Leider erspart es euch den Kampf um das Eincremen nach einem Badegang jedoch nicht. 

► Als Schuhe sind Plastik-Sandalen bei Kinder immer eine sichere Wahl: Sand, Steine, Baden und Spaziergänge am Meer – die halten alles aus! Salomé will nichts anderes mehr an ihren Füßen. 

► Wenn ihr Glück habt, machen eure Kinder einen Mittagsschlaf. Dann schlaft auch – ihr habt es euch auch verdient.

Dieser Text erschien zuerst in der französischen Ausgabe der HuffPost und wurde von Moritz Diethelm übersetzt. 

(fk)