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18/02/2018 12:47 CET | Aktualisiert 18/02/2018 12:47 CET

Wenn ihr diese 5 Tipps beachtet, werden eure Kinder glücklicher

Stell dir vor, du kannst die Erziehung deiner Kinder sogar verbessern, ohne dir permanent ein schlechtes Gewissen machen zu müssen.

Ippei Naoi via Getty Images
Tipp Nummer 5: Einfach mal mit den kleinen Herumtollen.

Die meisten von uns Müttern machen sich wegen der gleichen “Fehler” in ihrer Erziehung Vorwürfe:

► Unsere Kinder essen zu oft Chicken Nuggets und zu selten Grünkohl.

► Wir lassen zu, dass unsere Kinder sich vor dem Bildschirm in Zombies verwandeln, weil wir einfach nicht mehr können.

► Wir können die Schule unserer Kinder nicht mit Freiwilligendiensten unterstützen, weil wir ganz einfach tot umfallen würden, wenn wir noch eine weitere Aufgabe übernehmen müssten.

Und das sind nur ein paar Beispiele.

Doch was, wenn wir dir jetzt sagen, dass du die Erziehung deiner Kinder auch verbessern kannst, ohne in diese Schuldfallen zu tappen? Im Folgenden findest du fünf wissenschaftlich belegte Tipps, wie du die Erziehung deiner Kinder optimieren kannst.

1. Geh arbeiten

Nach Angaben der “New York Times” konnte die Harvard Business School belegen, dass Kinder von der Berufstätigkeit ihrer Mütter profitieren: Eine neue Studie mit 50.000 Erwachsenen aus 25 Ländern hat ergeben, dass die Töchter von berufstätigen Müttern später mehr Zeit in ihre Ausbildung investierten.

Außerdem arbeiteten sie häufiger in Führungspositionen und ihr Einkommen war ebenfalls höher.

► Karrierebewusste Mütter tun möglicherweise auch ihren zukünftigen Schwiegertöchtern einen Gefallen. Denn die Söhne von berufstätigen Müttern tendieren dazu “sich mehr um die Kinder und um den Haushalt zu kümmern”.

Darüber hinaus würden sie bevorzugt berufstätige Frauen heiraten. Dass Mütter zur Arbeit gehen, könnte sich zudem auch positiv auf die körperliche Gesundheit ihrer Kinder auswirken. Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hat ergeben, dass Mütter den BMI ihrer Kinder verbessern können, wenn sie einen normalen Vollzeitjob ausüben.

“Bei Schulkindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren nahm das Risiko [für Übergewicht] ab, wenn ihre Mütter zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche arbeiteten, verglichen mit kürzeren Arbeitszeiten zwischen einer und 24 Stunden pro Woche und längeren Arbeitszeiten ab 41 Stunden pro Woche.”

 2. Schicke deine Kinder richtig früh ins Bett

Wenn Eltern ihre Kinder bei Sonnenuntergang ins Bett bringen (und im Sommer natürlich weit vor Sonnenuntergang), bleibt ihnen nicht nur bedeutend mehr Zeit, um Netflix zu schauen.

Ihre Kinder entwickeln sich dann auch besser. “Wissenschaftliche Untersuchungen kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass es für die körperliche, emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern von Vorteil ist, wenn man sie früh ins Bett bringt”, schreibt Melinda Wenner Moyer im Online-Magazin “Slate”.

Sie zitiert eine Studie, die gezeigt hat, dass “über alle Altersstufen hinweg die Schlafgewohnheiten am häufigsten für schlecht befunden wurden, wenn die Kinder immer spät ins Bett gingen und wenn ein Elternteil beim Einschlafen des Kindes anwesend war.”

Die betroffenen Kinder hatten unter anderem Probleme mit dem Einschlafen und wurden nachts häufiger wach. Sorry, Kourtney Kardashian

► Wissenschaftliche Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass Kinder ab dem Alter von drei Jahren “ohne eine konsistente Schlafenszeit nachweislich weniger Schlaf abbekamen.”

Wenner Moyer zitiert noch eine weitere Studie, die gezeigt hat, dass “Kleinkinder, die vor 21:00 Uhr ins Bett gingen, insgesamt 78 Minuten mehr schliefen als Kinder, die später zu Bett gebracht wurden.”

 3. Leg dein Handy weg

Brandon McDaniel ist Professor für Familien- und Konsumwissenschaften an der Illinois State University. Er untersucht dort, ob es einen Zusammenhang zwischen der Technikbegeisterung von Eltern und Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern geben könnte.

Dieses Phänomen hat sogar einen Namen: Der englische Begriff “Technoference” bezeichnet die Unterbrechung einer Tätigkeit durch Technik.

Nach Angaben der “Chicago Tribune” hat McDaniels neueste Studie mit 170 amerikanischen Eltern ergeben, “dass manche Eltern, angegeben hatten, dass sie ihre Nutzungsgewohnheiten von technischen Geräten als problematisch oder abhängig einstuften.”

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Dies bedeutete, dass sie beispielsweise auffallend oft auf ihr Handy schauten oder sich mit ihrem Handy beschäftigten, wenn sie sich einsam fühlten.

► Und diese Eltern hatten in der Studie ebenfalls angegeben, dass ihr Verhältnis zu ihren Kindern gestört sei.

Diese Störungen äußerten sich darin, dass ihre Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigten, nicht mehr über ihre Gefühle sprachen oder mit aggressivem Verhalten oder Heulkrämpfen reagierten.

4. Singe deinen Kindern vor

Wie wir bereits wissen, erkennen Babys die Stimme ihrer Eltern bereits in der Gebärmutter. Und so ist es auch besonders empfehlenswert, dass Eltern ihren Kindern etwas vorsingen.

Eine Studie der University of Montreal hat gezeigt, dass Babys doppelt so lange ruhig blieben, wenn man ihnen vorgesungen wurde, als wenn man nur mit ihnen sprach. Das sind gute Neuigkeiten für alle Mütter, die gerne mal Musical-Songs schmettern (bevor ihr euch jetzt ein Urteil bildet, schaut euch erst einmal an, wie ich die Éponine aus Les Misérables zum Besten gebe).

Und eine weitere Studie, die von der Medizinischen Fakultät der Stanford University durchgeführt wurde, hat ergeben, dass bei Kindern pro-soziale Verhaltensweisen ausgelöst werden können, wenn sie die Stimme ihrer Mutter hören.

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Wie stark ein Kind neurologisch reagiert, wenn es die Stimme seiner Mutter hört, lässt nach Ansicht der Studie sogar “auf die sozialen Kommunikationsfähigkeiten des Kindes schließen.”

Der Hauptautor der Studie, Dr. Daniel Abrams, erklärte: “Wir wissen bereits, dass es Kinder emotional extrem beruhigen kann, wenn sie die Stimme ihrer Mutter hören. In dieser Studie befassen wir uns mit den biologischen Vorgängen, die dieser Tatsache zugrunde liegen.”

Sally Goddard Blythe, die Leiterin des britischen Instituts für neuro-physiologische Psychologie empfiehlt Eltern, ihren Babys Schlaflieder und Kinderlieder vorzusingen, da dies “den Grundstein für eine gute Erziehung und das emotionale Wohlbefinden” des Kindes legt.

► Andere Experten gehen davon aus, dass die mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten eines Kindes gestärkt werden, wenn man ihm etwas vorsingt.

Das Tolle daran ist auch, dass Babys den Gesang ihrer Mama einfach lieben, und zwar ganz egal, ob sie nun wie Beyoncé klingt oder wie Countess Luann aus der amerikanischen TV-Serie “The Real Housewives of New York City”.

5. Achte darauf, dich mit deinen Kindern viel zu bewegen

Eine wissenschaftliche Untersuchung der University of Cambridge hat ergeben, dass aktive Mütter “meist auch aktive Schulkinder haben.”

Diesen Kindern geht es im Vergleich zu Gleichaltrigen, die weniger aktiv sind, meist auch gesundheitlich besser. Die Studie widerlegt die Annahme, dass alle Kinder sich von Natur aus gerne bewegen.

► Tatsächlich haben die Wissenschaftler jedoch “eine direkte, positive Verbindung zwischen der körperlichen Aktivität von Kindern und von ihren Müttern entdeckt. Je mehr die Mutter sich bewegte, desto aktiver war auch ihr Kind.”

Das Fazit ist also: Je verschwitzter die Mama, desto gesünder das Kind.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost US und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

(jg)