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26/07/2018 17:47 CEST | Aktualisiert 03/08/2018 17:12 CEST

5-Jährige stirbt fast an Windpocken, weil Ärzte sie 2 Mal wegschicken

Bei jeder Berührung schrie das Mädchen vor Schmerzen.

  • Eine Britin ist mit ihrer Tochter in die Notaufnahme gefahren, weil ihr Kind keine Luft mehr bekommen hat. 
  • Die 5-Jährige litt an einem besonders schweren Fall von Windpocken – doch die Ärzte schickten sie wieder nach Hause.
  • Oben im Video seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Mutter veröffentlicht verstörende Bilder ihres Babys mit Windpocken, um andere Eltern zu warnen.

Beinahe jedes Kind hatte sie bereits: die Windpocken. Dass die Krankheit aber auch lebensgefährlich werden kann, zeigte ein Fall aus England.

Taylor aus der englischen Stadt Newton Aycliffe fuhr mit ihrer 5-jährigen Tochter in eine Notaufnahme, weil das Mädchen starke Schmerzen hatte und nach Luft rang. 

Immer wenn man es anfassen wollte, schrie das Mädchen vor Schmerzen laut los. Essen, trinken oder auf die Toilette gehen seien für die 5-Jährige nicht mehr möglich gewesen, berichtete die englische Boulevardzeitung “Daily Mail”.

Der Fall geschah bereits im Februar, wurde jedoch jetzt erst öffentlich.

Die Ärzte dachten, das Kind hätte eine seltene Krankheit

Als die Mutter mit ihrer Tochter im Krankenhaus ankam, nahmen die Ärzte sie nicht ernst und hätten ihr sogar vorgeworfen zu übertreiben. Deshalb schickte das Krankenhauspersonal die Mutter und die 5-Jährige nach Hause.

Doch daheim wurde es nicht besser. Daher fuhr Mutter Taylor nochmals mit ihrer Tochter ins Krankenhaus – und wurde abermals abgewiesen. In ihrer Verzweiflung sei die Mutter dann zu einem Hausarzt gegangen. Und der habe ihr lediglich geraten, sofort in die Notaufnahme zu fahren.

Erst beim dritten Mal erkannten die Ärzte die Windpocken und brachten das Kind direkt auf ein Isolationszimmer.

“Sie konnte nicht mehr atmen. Wir konnten sie nicht mal baden, weil sie vor Schmerzen schrie. Es kamen immer mehr rote Flecken”, sagte die Mutter der Zeitung.

Die Ärzte hätten zunächst auf eine seltene genetische Erkrankung spekuliert.

Nach einigen Tests sei aber klar gewesen, dass die 5-Jährige an extremen Windpocken litt. Laut der Mutter hätten die Ärzte gesagt, dass das der extremste Fall von Windpocken wäre, den sie je erlebt hätten.

Sie wird ein Leben lang Narben haben

Nach vier Tagen im Krankenhaus durfte das Mädchen das Isolationszimmer verlassen. Es habe aber Monate gedauert, bis alle Flecken verschwanden.

Das Mädchen sei mittlerweile wieder gesund, leide aber noch immer unter ihren Narben. “Ich sage ihr immer, dass sie hübsch ist, auch wenn sie diese Narben hat”, sagte die Mutter der Zeitung.

Im Nachhinein habe sich das Krankenhaus bei Taylor entschuldigt, weil es sich nicht sofort um das Mädchen gekümmert habe.

“Uns tut es leid, dass die Familie solch eine Erfahrung gemacht hat”, sagte ein Sprecher des Krankenhauses der Zeitung. 

(nmi)