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28/03/2018 18:41 CEST | Aktualisiert 28/03/2018 18:41 CEST

5 Gründe, warum sich Reisen immer lohnen

pixabay user stux

Na, schon Urlaubspläne geschmiedet? Wo darf es denn hingehen? Immer weniger Menschen, die ich kenne, verreisen. Schade eigentlich. Zugegeben, Reisen gehen natürlich ins Geld. Aber sie geben einen auch so viel zurück. Meine erste Reise mit dem Flugzeug soll ich im Alter von zwei Jahren erlebt haben. Damals ging es auf die Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca. Erinnern kann ich mich heute nicht daran, aber es sollten noch viele Reisen folgen. Mit dem Flugzeug verreisen, am liebsten Langstrecke, am liebsten nach Amerika, reizt mich seit Kindertagen. Jeder sollte ein Lieblingsurlaubsland haben (oder mehrere). Aber was ist daran eigentlich so toll und warum lohnt es sich, so oft es geht die Koffer zu packen?

1. Der berühmte Horizont

Das klingt jetzt ein wenig platt, aber reisen erweitert den Horizont. Ja, das ist wirklich so. Wir verlassen unsere Komfortzone, verlassen unseren Alltag und fahren in die Welt hinaus. Unser Gehirn lernt neue Länder, Menschen und Dinge kennen. Wir erleben andere Menschen, anderes Wetter, andere Gerüche und andere Vegetationen.

2. Abenteuerfeeling

Die Komfortzone zu verlassen ist so wichtig. Der Mensch braucht Abenteuer. Nein, ich meine jetzt nicht, dass man mit einem Fallschirm vom Hochhaus in Shanghai springen oder in Südafrika mit Haien tauchen sollte. Und auch nicht mit einem Rucksack durch den Regenwald zu wandern. Kann man machen, wenn man das mag. Es geht vielmehr darum aus dem Alltag, aus der Routine mal rauszukommen. Das nenne ich schon Abenteuer. Ich war in den tollsten Großstädten der USA gewesen, aber auch in den kleinsten Nestern habe ich Abenteuer für mich gefunden. Abenteuer heißt einfach, etwas zu erleben. Etwas neues, etwas anderes. Es geht also nicht um waghalsige oder gefährliche Erlebnisse, sondern darum, neues auszuprobieren, neues zu sehen, hinauszugehen und neues zu entdecken. Es geht darum, sein persönliches Abenteuer zu finden.

3. Andere Länder andere Sitten oder Deutschland ist nicht der Nabel der Welt

Ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Hier in Deutschland ist alles immer sehr gut geregelt. Wir haben für alles Vorschriften, Gesetze und vielen Leuten geht es gut. Es ist wichtig, dass man auch weiß, wie es auf der anderen Seite der Welt aussieht. Damit meine ich nicht Entwicklungsländer und Slums zu besuchen, sondern andere Industrieländer. Dass es Menschen in Slums anders ergeht als uns, das wissen wir. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus, welche uns ähnlich sind? In Amerika hat zum Beispiel nicht jeder eine Waschmaschine, man trifft viele Leute in den örtlichen Waschsalons. Oft sieht man dort Menschen, welche nicht selten zwei riesige blaue Säcke voller Schmutzwäsche mit sich führen und auch gut drei Kinder im Schlepptau haben. Denn Kinder einfach zu Hause zu lassen, ist nicht erlaubt. Man sieht viele ältere Menschen arbeiten und ob sie wollen oder „müssen“, freundlich sind sie immer und sitzen in ihrer freien Zeit auch fröhlich in Gruppen zusammen. Überhaupt wird dort mehr gearbeitet als hier, aber auch weniger gemeckert. Die Menschen müssen sich ganz anders organisieren, weil es nicht für jedes Problem eine staatliche Stelle, Hilfe und Institution gibt. Auf der anderen Seite passieren dort auch viele Sachen, wo sich das Heimatland gern einige Scheiben abschneiden könnte, wie z.B. beim Thema Barrierefreiheit, Zusammenhalt, Freundlichkeit, Optimismus, Integration u.v.a.m. Die USA nenne ich hier nur als Beispiel, weil ich es so erleb(t)e. Deutschland ist toll, aber auch nicht der Nabel der Welt. Man sollte sich das immer mal wieder bewusst machen.

4. Die Sprachen

Hach! Die Sprachen! Da komme ich ja ins Schwärmen. Was vielen Leuten Angst bereitet, ist für mich ja ein Muss im Urlaubsland. Denn die deutsche Sprache möchte ich dort nicht hören. Ich liebe Englisch. Man darf sich bloß keinen Druck machen und sollte sich ein, zwei Tage Zeit geben und man versteht wieder alles. Ich finde das so angenehm. Ich gewöhne mich so schnell an die englische Sprache, dass ich in Deutschland auf dem Flughafen erst einmal zusammenzucke, wenn ich nach der Landung im Heimatland die deutsche Sprache wieder höre. Man gewöhnt sich so schnell an eine andere Sprache. Natürlich ist die deutsche Sprache sehr schön, aber manchmal braucht man einfach etwas anderes. Ich bewundere jeden, der verschiedene Sprachen sprechen kann. Zurzeit lerne ich sogar Spanisch. Für Smalltalk reicht mein Spanisch immerhin schon aus. ¿Cómo estás?

5. Nach Hause kommen

Tja, auch das gehört dazu. Auch der schönste Urlaub ist einmal vorbei und man fliegt wieder nach Hause. Plötzlich liegt man wieder im eigenen Bett und kann sein Zuhause auch wieder genießen, zumindest bis der Alltag wieder da ist (ein guter Zeitpunkt um den nächsten Urlaub zu planen😉). Auch das Gehirn fühlt sich nach einer Reise immer „frischer“ an, wie durchgelüftet. Man hat sich erholt, man strotzt vor neuen Ideen. Man hat Kraft und Motivation, neue Dinge in die Tat umzusetzen, sei es im beruflichen oder im privaten. Man sieht Dinge plötzlich klarer und Entscheidungen und Veränderungen fallen leichter. Diesen „Flow“ sollte man unbedingt (aus)nutzen!

„Einmal im Jahr solltest du einen Ort besuchen, an dem du noch nie warst.“ Dalai Lama

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“ Oscar Wilde

„Drum o Mensch, sei weise, pack die Koffer und verreise.“ Wilhelm Busch

Salt Lake City, USA (privat)

Die Autorin reist und schreibt gern. Ihre aktuellen Projekte finden Sie unter www.hamburgersafari.de