NACHRICHTEN
16/07/2018 22:42 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 09:00 CEST

England: Frau schnäuzt sich Nase – Ärzte diagnostizieren Knochenbruch

"Ich habe auf beiden Augen nicht mehr so gut gesehen, mein linkes Auge war angeschwollen und meine Nase hat geblutet.”

  • Eine Frau will sich ihre Nase schnäuzen – doch sie drückt mit zu viel Kraft zu.
  • Die Folge: Sie bricht sich den Knochen ihrer Augenhöhle.
  • Oben im Video seht ihr eine weitere Geschichte: 3 Wochen lang hat ein Junge Schmerzen im Auge - dann machen Ärzte eine schaurige Entdeckung.

Jeder von uns kennt das Gefühl: Es kribbelt und juckt in der Nase – ein Taschentuch muss her.

Eine unbekannte Frau aus London hat beim Naseputzen aber wohl etwas übertrieben. Sie drückte mit so viel Kraft zu, dass sie sich dabei einen Knochen in ihrer Augenhöhle gebrochen hat.

Darüber berichten nun Ärzte in einem Eintrag eines britischen Medizin-Journals.

Frau kommt mit angeschwollenem und schmerzendem Auge in die Notaufnahme

“Kurz nach dem Putzen habe ich auf beiden Augen nicht mehr so gut gesehen, mein linkes Auge war angeschwollen und meine Nase hat geblutet”, berichtet die Frau darin.

Wie die 36-Jährige weiter schildert, habe sie sich zuerst gar nichts dabei gedacht. Erst nachdem sie einige Stunden später immer noch Schmerzen in den Augen und sogar im linken Arm spürte, habe sie sich in die Notaufnahme des North Middlesex University Krankenhauses begeben.

Im Krankenhaus machten Ärzte einen CRT-Scan und stellten fest, dass sich die Frau durch den enormen Druck auf die Nasennebenhöhlen einen Knochen der Augenhöhle gebrochen hatte.

Ärzte sagen, dass diese Verletzung “sehr selten” sei

Sam Myers, ein Chirurg beim North Middlesex University Krankenhaus und Mitherausgeber des Reports, erklärte, dass eine solche Verletzung bei Menschen “sehr selten” vorkommt.

Gegenüber der amerikanischen Wissenschaftsseite “Live Science” erklärte er, dass gebrochene Augenhöhlen normalerweise durch heftige Schläge aufs Gesicht verursacht werden – wie bei einer Prügelei.

Eine Operation sei für die Heilung aber nicht nötig, so Myers. Die Ärzte gaben der Frau lediglich Antibiotika und wiesen sie an, sich auszuruhen.

Trotz gelegentlicher Schmerzen sei der Knochen der Frau inzwischen gut geheiltAuch ihre Sehkraft sei durch den Bruch nicht dauerhaft beeinträchtigt worden.

(lp)