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25/09/2018 12:31 CEST

18-jähriger überlebt 49 Tage auf offener See – mit genialem Trick

"Er hatte große Angst und weinte oft."

  • Ein Jugendlicher aus Indonesien hat 49 Tage auf offener See überlebt.
  • Aldi Novel Adilang war mit einem Fischerfloß abgetrieben. Er wurde schließlich von einem Schiff gerettet.
  • Im Video: Mann lebte 29 Jahre lang auf verlassener Insel – so sieht er die Welt. 

Einsam, hilflos und ohne Orientierung oder Aussicht auf Rettung – so sah das Leben von Aldi Novel Adilang noch vor einigen Wochen aus.

Der 18-jährige Indonesier war während der Arbeit auf einem Fischerfloß in Seenot geraten, wie die BBC berichtet. 49 Tage lang trieb der junge Mann auf offener See. 

Adilang fungierte als eine Art Hausmeister auf einem Fischerfloß – von den Einheimischen auch Rompong genannt – 125 Kilometer vor der Küste von Indonesien.

Was ist ein Rompong?

Ein Rompong ist eine schwimmende Fischfalle, ähnlich einem Floß. Dieses ist mit einer kleinen Hütte ausgestattet, in der der Hausmeister schläft. Es hat weder einen Motor noch gibt es Paddel. Das Rompong ist durch Seile auf dem Meeresboden befestigt. 

Weil die Verankerungsleinen aber bei einem Sturm Mitte Juli rissen, trieb das Rompong ins offene Meer.

Er überlebte nur dank eines Tricks

Der Proviant des jungen Mannes war nach wenigen Tagen aufgebraucht. Danach ernährte sich Adilang von Fischen, die er auf dem Floß briet. Dazu zündete er kleine Holzstücke von der Hütte an. 

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Schwieriger gestaltete sich die Trinkwasserbeschaffung. Zwar war der 18-Jährige rund herum von Wasser umgeben, doch das Trinken von Salzwasser kann für den Menschen in großen Mengen tödlich enden; es trocknet den Körper aus.

► Doch Adilang wusste sich zu behelfen: Der junge Mann “filterte” das Meerwasser durch seine Klamotten und reduzierte so den Salzgehalt des Wassers. Ein cleverer Trick!

Angst und Verzweiflung auf offener See

Eine weitere Belastung sei die Aussichtslosigkeit seiner Situation gewesen, wie ein Indonesischer Diplomat gegenüber der “Jakarta Post” sagte. 

Er hat mir erzählt, dass er große Angst hatte und oft geweint hat.

Jedes Mal wenn er ein Schiff nahen sah, habe er sich Hoffnungen gemacht. Doch mehr als zehn davon seien vorbeigefahren, ohne ihn zu bemerken. 

Erst nach sieben Wochen auf offener See gelang es dem Indonesier ein Schiff auf sich aufmerksam zu machen und so gerettet zu werden – er befand sich zu diesem Zeitpunkt nahe der Insel Guam, Tausende Kilometer von seiner Heimat entfernt. 

(ujo)