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17/01/2017 11:38 CET | Aktualisiert 18/01/2018 06:12 CET

Eine Begegnung in einer Pommesbude hat mir gezeigt, wie schlimm es um Deutschland wirklich steht

Man sollte meinen, rassistische Äußerungen findet man vor allem in den sozialen Netzwerken und Montags auf dem Dresdner Schlossplatz.

Dass die Realität anders aussieht, hat sich gestern in einer Pommesbude in Berlin Kreuzberg gezeigt. Der Unternehmer und Fotograf Enno Lenze wollte eigentlich nur eine Portion Pommes essen, als ein Mann mit seinem Hund das Lokal betrat.

"Seid ihr Moslems, oder was?"

Die Besitzer baten ihn, den Hund draußen zu lassen. Darauf brüllte der Mann direkt los: "Seid ihr Moslems oder was?!". Sofort schimpfte er, was das denn soll, er gehe hin wohin er will, wie er will und ihm habe niemand etwas zu sagen.

Als Enno sich einmischte schrie der Mann: "Das geht dich gar nichts an, geh mir aus dem Weg!". Den Gefallen wollte Enno ihm aber nicht tun und schob den Schreihals in Richtung Tür.

Mehr zum Thema: Wir lassen uns nicht verrückt machen, wir leben unser Leben ganz normal weiter!

"Ich habe dann parallel die Polizei gerufen, worauf der Mann sagte: 'Du kannst dich ja gern lächerlich machen, indem du für Moslems die Polizei rufst'.

Bevor die Polizei den Anruf entgegennahm, verlies er das Lokal. Enno erklärte: "Die Angestellten haben sich natürlich über ihn aufgeregt, aber sich dann bei mir für mein Einschreiten bedankt".

Ennos Reaktion auf den Vorfall, seht ihr oben im Video.

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