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08/12/2015 13:36 CET | Aktualisiert 08/12/2016 06:12 CET

Ein herzschmerzverdächtiges Extra

Lucyna Koch via Getty Images

387.656 Zeichen des neuen Buches sind bereits geschrieben - Endspurt gewissermaßen. Noch drei Kapitel, dann kommt das finale Ende. Die Szene, auf die ich mich am meisten freue, und die in Zusammenarbeit mit einem wundervollen Musiker entstehen wird.

Sein Song wird die Geschichte um "Dornröschen auf Föhr" komplettieren und die LeserInnenherzen höher schlagen lassen. Rebecca, eine befreundete Radiomoderatorin, Verlags- u. Werbemanagerin durfte quasi schon einmal reinschnuppern in den "Dornröschen-Song", dessen Titel ich jetzt noch nicht verraten möchte, der aber so was von romantisch ist.

Also Mädels, es wird ein emotionaler letzter Teil der märchenhaften Insel-Trilogie, die mit "Cinderella auf Sylt" ihren Anfang nahm.

Ehrlich gesagt, vermisse ich die zauberhaften Protagonisten der Insel-Reihe jetzt schon, allen voran Major Schulze, der mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist. Wie? Ihr erinnert euch nicht an Major Schulze, den lustigen Ruheständler aus Teil 1 der Insel-Reihe? Dann wird es höchste Zeit für eine kleine Gedächtnisstütze:

Auszug aus "Cinderella auf Sylt" (...)

»Etwas weiter runter und mehr nach rechts«, dirigierte er

ihre suchenden Augen. »Sehen Sie mich?«

»Ja. Was tun Sie dort?«, fragte Cinderella erstaunt.

Major Schulze ragte oberhalb des Wurzelwerkes hervor.

Sein Gesicht hatte die Farbe des Baumgrüns, und in seinem

Haar steckten kleine Blattzweige.

»Nichts. Nur eine Übung, um in Form zu bleiben.«

»Eine Übung?«

»Genau. Eine gute Tarnung ist schließlich das halbe Leben.

Nur leider erstreckt sich diese Übungseinheit länger

als gewollt.«

»Dann beenden Sie sie doch.«

»Das würde ich gerne. Aber ich muss gestehen, dass ich

mich in einer misslichen Lage befinde.«

Langsam kehrte ein Lächeln in ihr Gesicht zurück. »Stecken

Sie etwa fest?«

»Natürlich nicht. Ich meine nicht so, wie Sie vielleicht

denken. Nur ein dummer Ast, der sich im hinteren Teil

meiner Hose verhangen hat.«

»Ah ja. Kann ich trotzdem irgendwie helfen?«

»In der Tat könnte ich Hilfe gebrauchen. Aber ich möchte

betonen, dass ich mich bisher noch immer selbst befreien

konnte.«

Cinderella kicherte. »Sie stecken öfters fest?«

»Nein in Gottes Namen. So was kommt bei einem gut

geschulten Einzelkämpfer relativ selten vor.«

Wieder fröhlich gestimmt, schwang sie sich von der

Schaukel. Der Rock von Tamara Dragewski hielt jedoch

dem temperamentvollen Sprung nicht stand und löste sich

von der Klammer. Und noch ehe Cinderella ihn greifen

konnte, rutschte er zu Boden. Major Schulze, der davon

völlig überrascht wurde, schloss seine Augen.

»Oh! Da hat sich doch einfach das Beinkleid selbständig

gemacht.«

Cinderella zog ihn blitzartig wieder hoch. »Ups ...«,

stammelte sie, während sich ihr Gesicht verfärbte.

Dann vernahm sie Inge Lohmanns Stimme. »Fräulein

Preußer, was machen Sie hier draußen?« Mit großen Schritten

näherte sie sich.

»Ich ... ich ... ich wollte ...«, stotterte Cinderella, wurde

aber vom Major unterbrochen. »Sie wollte mir helfen. Verzwickte

Notlage gewissermaßen.«

Inge Lohmann griff sich an Herz. »Meine Güte, haben

Sie mich erschreckt. Herr Schulze? Was tun Sie denn da

unten?«

»Wie schon gesagt, eine verzwickte Notlage, die Hilfe von

außen erfordert«, wich der zappelnde Major aus. Mittler-

weile hatten sich unter ihm Ameisen versammelt, die nicht

bereit waren, den duftenden Buchsbaumsamen mit ihm zu

teilen.

Inge Lohmann beäugte Cinderellas Hände, die sich im

Bund des hochgezogenen Rockes vergruben. In ihren Augen

war deutlich Skepsis zu erkennen.

»Sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist?«

»Ja, Frau Lohmann. Lediglich dieser Rock ist um einiges

zu groß.«

»Ach ja, unsere Tamara war schon ein stattliches

Zimmermädchen Und ein zuverlässiges, wohlgemerkt.«

Immer noch den Verdacht hegend, dass irgendwas nicht

stimmte, beugte sie sich dem feststeckenden Major entgegen.

»Soll ich vielleicht mal kräftig ziehen? Ich meine an Ihren

Füßen.«

»Negativ. Die sind zu weit im Buschwerk. Nicht zu greifen

von außen sozusagen.«

Inge Lohmann drückte ihre Hände in die speckigen

Hüften und schlurfte um den Major herum.

»Hm ... Ich schlage vor, Fräulein Preußer informiert den

Hausmeister, und ich bleibe hier solange vor Ort. Er möge

bitte eine Astschere mitbringen.«

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