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10/12/2015 05:11 CET | Aktualisiert 10/12/2016 06:12 CET

"Wir müssen die Akzeptanz der Bürger erhalten"

Sean Gallup via Getty Images

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Deutschland geht es nach zehn Jahren unionsgeführter Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel gut. Ihre Prognose, dass Deutschland gestärkt aus der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorgeht, ist eingetreten. Der Arbeitsmarkt ist in einer hervorragenden Situation und das Beschäftigungswachstum hält an.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit der Wende gefallen. Der Staat lebt finanziell nicht mehr über seine Verhältnisse. Die klare Finanz- und Haushaltspolitik der vergangenen Jahre mit konsequenter Haushaltskonsolidierung und einem ausgeglichenen Haushalt seit 2014 zahlt sich aus.

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Trotz der Flüchtlingskrise investieren wir verstärkt in die Verkehrsinfrastruktur, in Bildung und Forschung, unterstützen weiter Länder und Kommunen und geben mehr Geld aus für humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und die Familienpolitik.

Debatte um Flüchtlingsunterbringung


Die Bewältigung der Flüchtlingskrise bewegt die Menschen im Land und in meinem Wahlkreis sehr. Vor allem die Frage der Flüchtlingsunterbringung steht im Fokus der Debatte. Manche Kommunen profitieren, da leerstehender Wohnraum nun wieder genutzt wird, während andere Kommunen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen, da die Schaffung geeigneten Wohnraums nicht von heute auf morgen gelingt.

Wir stehen vor der Herausforderung die Akzeptanz der Bürger, auch der vielen sich jetzt schon engagierenden Freiwilligen und Helfer, gegenüber den zu uns kommenden Flüchtlingen zu erhalten. Die Bürger haben Sorge, dass beispielsweise das Platzangebot in Schulen und Kindergärten künftig noch knapper wird.

Diese Sorgen nehme ich ernst und deswegen stehen wir auch im nächsten Jahr vor der Herausforderung, die Zuwanderung zu ordnen und zu steuern, sowie Fluchtursachen zu bekämpfen, um die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren. Gleichzeitig verpflichtet uns unser christlicher Wertekanon dazu, Menschen in Not zu helfen und die Integration Schutzbedürftiger zu sichern. Die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge ist eine nationale Aufgabe, der wir uns stellen, die uns noch länger beschäftigen wird und von der ich überzeugt bin, dass wir sie meistern werden.

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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