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14/03/2016 11:13 CET | Aktualisiert 15/03/2017 06:12 CET

10 schlechte Angewohnheiten von chronisch unglücklichen Menschen

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Glücklich sein kann so vielen unterschiedlichen Formen annehmen, dass es als Konzept nicht einfach zu definieren ist. Unglück hingegen ist leicht zu definieren. Du erkennst es, wenn du es siehst und du merkst es definitiv, wenn es dich trifft.

Unglücklich sein ist tödlich für alle um dich herum. Ähnlich wie beim Passiv rauchen. Die berühmte Terman-Studie aus Stanford begleitete Menschen über acht Jahrzehnte und kommt zu dem Schluss, dass die Gesellschaft von unglücklichen Menschen zu gesundheitlichen Problemen und einer kürzeren Lebenserwartung führt.

Glück und Glücklichsein hat viel weniger mit den eigenen Lebensumständen zu tun, als du vielleicht denkst. Eine Studie der Universität von Illinois fand heraus, dass die Menschen, die am meisten Geld verdienen (mehr als 10 Millionen Dollar im Jahr) nur geringfügig glücklicher sind als ein durchschnittlicher Mitarbeiter ihrer Firma.

Lebensumstände haben nur wenig mit Glück zu tun, denn der Großteil deines Glücks liegt in deiner Hand: Die Ergebnisse deiner Angewohnheiten und deine Sicht auf das Leben. Psychologen der University of California, die Glücksforschung betreiben, kamen zu dem Schluss, dass Genetik und Lebensumstände nur etwa zu 50% das Glück eines Menschen bestimmen. Der Rest hast du selbst in der Hand.

"Die Verfassung gibt den Menschen nur das Recht, nach Glück zu streben. Du musst es schon selbst ergreifen." - Benjamin Franklin

Unglückliche Gewohnheiten

Wenn Menschen unglücklich sind, ist es viel schwieriger, in ihrer Nähe zu sein, geschweigedenn mit ihnen zu arbeiten. Unglück entfernt Menschen und kreiert einen Teufelskreis, der dich davon abhält, all das zu erreichen, was du eigentlich schaffen könntest.

Unglück kann dich völlig unvorbereitet treffen. Ein so großer Teil deines Glücks hängt von deinen Gewohnheiten ab (in Gedanken und in Taten), dass du sie genau unter die Lupe nehmen musst, um sicher zu gehen, dass du dich nicht selbst in den Abgrund ziehst.

Einige Angewohnheiten führen stärker zu Unglück als andere. Du solltest für dein Glück die folgenden 10 Angewohnheiten vermeiden. Beobachte dich selbst und sorge dafür, dass du nichts von diesen Dingen tust.

Auf die Zukunft warten.

Dir selbst zu sagen "Ich werde glücklich sein, wenn ..." ist eine der verlockensten unglücklichen Gewohnheiten. Es ist ziemlich egal, wie der Satz weitergehen würde (ob es nun um eine Gehaltserhöhung, Beförderung oder neue Beziehung geht), denn er setzt zu sehr auf Umstände und auch verbesserte Umstände führen nicht zu Glück.

Verbringe deine Zeit nicht damit, auf etwas zu warten, das erwiesenermaßen keinerlei Auswirkungen auf deine Stimmung hat. Konzentriere dich lieber darauf, jetzt und in diesem Moment glücklich zu sein, denn es gibt keine Garantie für die Zukunft.

Zu viel Zeit und Energie aufwenden, um "Dinge" zu kaufen.

Menschen, die in extremer Armut leben, werden deutlich glücklicher, wenn sich ihre finanzielle Situation zum Positiven verändert. Allerdings nur bis zu einem Jahreseinkommen von 20.000 Dollar. Danach fällt es wieder stark ab.

Es gibt unzählige Studien, die belegen, dass materielle Güter dich nicht glücklich machen. Wenn du es zur Gewohnheit machst, Produkten nachzujagen, wirst du wahrscheinlich unglücklich. Denn du wirst nicht nur enttäuscht sein, wenn du sie schließlich bekommst, sondern auch feststellen, dass du für sie einen höheren Preis gezahlt hast. Nämlich den der Dinge, die dich wirklich glücklich machen - Freunde, Familie und Hobbys.

Zu Hause bleiben.

Wenn du dich unglücklich fühlst, ist es verlockend, andere Menschen zu meiden. Das ist ein großer Fehler, denn soziale Kontakte sind - auch wenn dir gerade nicht der Sinn danach steht - gut für deine Stimmung.

Wir haben alle diese Tage, an denen wir uns nur die Decke über den Kopf ziehen und mit niemandem sprechen möchten. Aber du musst verstehen, dass der Moment, in dem du dem Impuls nachgibst, deine Stimmung kaputt macht. Ignoriere es nicht, wenn dich dein Unglücklichsein sozial ausgrenzt, zwinge dich dazu auszugehen und dich unter Leute zu mischen. Du wirst den Unterschied schnell merken.

Dich als Opfer sehen.

Unglückliche Menschen tendieren dazu, aus der grundsätzlichen Annahme heraus zu denken, dass das Leben schwer ist und sie nicht die Kontrolle darüber haben. Mit anderen Worten: "Das Leben hat es auf mich abgesehen und es gibt nichts, was ich dagegen tun kann."

Das Problem an dieser Philosophie ist, dass es ein Gefühl der Hilflosigkeit propagiert und Menschen, die sich hilflos fühlen, unternehmen höchstwahrscheinlich nichts, um die Situation zu verbessern.

Natürlich hat jeder das Recht, sich ab und an schlecht zu fühlen. Dennoch ist es wichtig, dass du bemerkst, wenn du deine Sicht auf das Leben davon beeinflussen lässt. Du bist nicht der einzige Mensch, dem schlechte Dinge passieren und du hast die Kontrolle über deine Zukunft, solange du bereit dazu bist, zu handeln.

Pessimismus.

Nichts befeuert Unglück so sehr wie Pessimismus. Das Problem an einer pessimistischen Einstellung ist, dass sie zu einer sich selbst bewahrheitenden Prophezeiung wird. Wenn du mit schlimmen Dingen rechnest, ist es wahrscheinlicher, dass dir schlimme Dinge passieren.

Pessimistische Gedanken sind schwer loszuwerden, solange du nicht merkst, wie unlogisch sie eigentlich sind. Zwinge dich selbst dazu, die Fakten zu betrachten und du wirst sehen, dass die Dinge nicht ansatzweise so schlecht aussehen, wie du meinst.

Jammern.

Jammern an sich ist ebenso schlecht für dich, wie die Einstellung, die dazu führt. Jammern ist ein sich selbst verstärkendes Verhalten. Indem du ständig darüber redest - und deshalb auch ständig daran denkst - wie schlecht alles ist, bekräftigst du dadurch deine negative Einstellung.

Es kann dir helfen, wenn du darüber sprichst, was dich stört. Aber es gibt einen feinen Unterschied zwischen therapeutischem Jammern und dem Anfeuern deines Unglücklichseins. Abgesehen davon, dass es dich unglücklich macht, entfernt dich dein Jammern auch von deinen Mitmenschen.

Dinge unverhältnismäßig einordnen.

Jedem Menschen passieren schlimme Dinge. Der Unterschied ist, dass glückliche Menschen sie als das sehen, was sie sind, nämlich ein zu überwindender Stolperstein auf ihrem Weg. Unglückliche Menschen hingegen sehen alles Negative als weiteren Beweis dafür, dass sie das Leben auf dem Kieker hat.

Eine glückliche Person ist verärgert, wenn sie einen kleinen Unfall mit Lackschaden auf dem Weg zur Arbeit hat, aber sie behält die richtige Perspektive: "So ein Mist, aber immerhin ist nichts schlimmes passiert." Eine unglückliche Person nimmt einen solchen Vorfall als Beweis dafür, dass ihr Tag, die Woche, der Monat oder sogar das gesamte Leben verdammt ist.

Probleme unter den Teppich kehren. .

Glückliche Menschen tragen die Verantwortung für ihre Taten. Wenn sie einen Fehler machen, stehen sie dazu. Unglückliche Menschen empfinden Probleme und Fehler als Bedrohung, also versuchen sie, sie zu verstecken.

Aber Probleme werden tendenziell größer, wenn man sie ignoriert. Je weniger du dich um sie kümmerst, desto mehr scheint es, als könntest du nichts daran ändern und dann fühlst du dich auch gleich schon wieder als Opfer.

Probleme unter den Teppich kehren.

Weil unglückliche Menschen Pessimisten sind und das Gefühl haben, keine Kontrolle über ihr Leben zu haben, neigen sie dazu, sich zurück zu lehnen und zu warten, dass das Leben passiert. Anstatt sich Ziele zu setzen, zu lernen und an sich zu arbeiten, lassen sie das Leben an sich vorbeilaufen und fragen sich, warum sich eigentlich nie etwas ändert.

Versuchen, mitzuhalten

Eifersucht und Neid sind nicht kompatibel mit Glück. Wenn du dich also ständig mit anderen Menschen vergleichst, solltest du damit aufhören. In einer Studie sagten die meisten Teilnehmer, dass es für sie in Ordnung wäre, weniger Geld zu verdienen, aber nur, wenn alle anderen auch weniger Geld verdienen würden. Nimm dich in Acht vor dieser Art des Denkens, denn es wird dich nicht glücklicher machen und eher einen negativen Effekt auf dich und dein Glück haben.

Fassen wir alles zusammen

Deine Gewohnheiten zu ändern, um mehr Glück zu erfahren, ist eine der besten Dinge, die du für dich selbst tun kannst. Aber es ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig: Wenn du dich um dein Glück kümmerst, machst du damit die Menschen um dich herum ebenfalls glücklicher.

Was tust du, um dich selbst glücklich zu machen? Teile mir deine Gedanken in den Kommentare mit. Ich lerne von dir genauso wie du von mir.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Franca Lavinia Meyerhöfer aus dem Englischen übersetzt.

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