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14/12/2017 15:55 CET | Aktualisiert 14/12/2017 15:55 CET

Manifestieren - die Kunst, Dinge zu sehen bevor sie existieren

2017 geht im Eilwind vorbei. Und einmal mehr sitze ich in meinem Büro, schaue auf mein Visionboard und versuche neben dem ganzen Stress einfach mal Dankbarkeit zu fühlen und mir bewusst zu machen, was ich in den letzten 49 Wochen doch alles erreicht habe.

RichVintage via Getty Images

2017 geht im Eilwind vorbei. Und einmal mehr sitze ich in meinem Büro, schaue auf mein Visionboard und versuche neben dem ganzen Stress einfach mal Dankbarkeit zu fühlen und mir bewusst zu machen, was ich in den letzten 49 Wochen doch alles erreicht habe. Zuerst fühle ich mich etwas verloren und weiß gar nicht, an was ich konkret denken soll. Dann wird mir aber bewusst, es sind doch so einige, viele große und kleine Dinge, die da so passiert sind. Einige davon sind mir sogar ohne Vorwarnung vor die Füsse geknallt worden, als hätte das Leben mir mal wieder gezeigt, dass es selbst die Regeln festsetzt und nicht ich. Trotzdem habe ich es aber geschafft, diese Hürden als Bereicherung meines Lebens zu sehen und sie dankend anzunehmen.

Ich habe mich oft gefragt, was ich in meinem Leben verbrochen habe, als ich diese oder jene „Quittung" bekommen habe. Und auch wenn dir jeder versucht zu sagen, Dankbarkeit sei das Höchste aller Dinge um Situationen zu bewältigen, in dem Moment war mir zu allem anderen, als zur Dankbarkeit zumute.

Während ich also nun gerade an meinem Visionboard für 2018 sitze und meine Ziele und Visionen detailliert zu Papier bringe, kommt mir letztendlich eine Frage wieder auf: Was mache ich mit all dem Zeug, das dort nun Platz findet? All die Visionen, die Wünsche, die Träume. Mein Visionboard soll schließlich nicht nur eine reine Form der Traumdeutung sein, sondern im besten Falle ein strategischer Masterplan - so ganz ohne Strategie, jedoch mit ganz viel Herz.

Ich überlege Prioritäten zu setzen, fange an einzelne Dinge einzustufen und ihnen mehr oder weniger Bedeutung zu geben. Bis ich feststelle, dass das absoluter Schwachsinn ist, denn es fällt mir wirklich schwer. Viele Dinge bauen nicht einmal aufeinander auf und besetzen einen komplett unterschiedlichen Bereich in meinem Leben. Mit wird klar, dass es gar nicht darauf ankommt zu kategorisieren, denn all diese Dinge machen mich in ihrer Gesamtheit glücklich. Ich will nicht nur das ein oder andere. Ich will alles. Denn, warum auch nicht?

Ich hänge es neben meinen Schreibtisch an die Wand und sitze noch eine Weile davor. Und ziemlich schnell fängt sich mein Kreativrad vor dem inneren Auge an zu drehen. Es tauchen Bilder auf, ich höre stimmen, spiele Konversationen durch. Ich sehe mich und ich sehe mich auch all diese Dinge tun - auch wenn ich nicht genau sagen, kann was ich da eigentlich tue.

Kennst du das, wenn du träumst dass du dich anziehst, aber du siehst nicht genau was du trägst? Oder wenn du davon träumst zu telefonieren, aber du weisst nicht wer am anderen Ende der Leitung ist? So ungefähr fühlt sich für mich manifesiteren an. Ich spüre das Endziel, ich spüre was ich tue, aber ich spüre noch nicht wie ich es tue.

Ich sitze so noch 15 Minuten vor meinem Visionboard bis mich mein Sohn aus meinem Gedanken reist. Ich schmachte noch kurz vor mich hin bevor ich aufstehe, fange an zu grinsen und weiss, ja, das fühlt sich richtig an.

Spätestens seit dem Film The Secret, ist das Manifestieren und das Affirmationen bilden für viele nichts fremdes mehr. Ja, heute „Manifestiert" man. Und ich gestehe, auch ich habe für mich im Manifestieren einen Weg gefunden meine Visionen umzusetzen; sie nicht nur als „wäre schön" abzuhaken, sondern sie gezielt anzugehen. 2017 hat da für mich extrem in die Trickkiste gegriffen: Eine Auswanderung in die USA, die Businessgründung ohne Businessplan, eine neue Beziehung, die mir ziemlich schnell und unerwartet auch mein erstes Kind geschenkt hat - und das alles innerhalb von neun Monaten! Es war das mutigste, das ich in meinem Leben jemals gemacht hatte. Ich bin hier definitiv aus meiner Komfortzone herausgetreten.

Was mir immer wieder geholfen hat, war mir im klaren zu sein, was ich wirklich will. Genau zu wissen was man will ist der Dealbreaker. Wie soll man denn Dinge sonst erreichen, wenn man gar nicht genau weiß worauf man hinarbeitet?

Bevor ich einen Plan von der Auswanderung geschmiedet habe, habe ich mich schon effektiv auf dem Hollywood Boulevard und in Santa Monica auf dem Pier gesehen. Ich habe Abends im Bett die Meeresluft gerochen und mich mit meinem Hund „Hand in Leine" am Strand spazieren laufen gesehen. Ja, ich war da, wenn auch erstmals nur in den Gedanken. So wie heute, als ich vor meinem Visionboard saß.

Noch lange bevor ich mein Business beim Notar angemeldet hatte, war ich mir sicher, dass mein Weg irgendwann mal einen eigenen Verlag innehalten würde, auch wenn ich noch keinen Businessplan parat hatte. Ich habe mich schon mit den Redakteuren meines Magazins in Kreativmeetings gesehen. Habe mir die Räumlichkeiten vorgestellt; wie mein Schreibtisch aussehen würde und wie ich mit bezaubernden Frauen in Coffeeshops zum Interview treffe.

Noch bevor ich das erste Wort für mein zweites Buch geschrieben habe, hatte ich genau im Kopf was es für ein Buch sein sollte. Ich wollte ein Gemeinschaftsprojekt starten. Ein Herzensprojekt aus 25 wunderbaren Frauen, die auf inspirierende Art und Weise ihre Behind-The-Scenes Geschichte ihres Erfolges erzählen würden. 25 Frauen, die nicht nur von den rosigen Zeiten berichten, sondern denen mit den Herausforderungen und den Hürden, in denen wir uns alle irgendwann mal wiederfinden.

Manifestieren ist eine Kunst, die erlernt werden kann. Für viele ist sie anfänglich nicht einzusehen, da oft eine Unsicherheit vor dem Unbekannten beherrscht, jedoch ist es mittlerweile aber auch zu einer Art Religion geworden. Der Faktor Positiv, der für viele täglich die schönen Momente aus der Alltags-Routine herausholt. Die Momente, wenn es uns erlaubt ist groß und ohne Limits zu träumen, uns an die schönsten Orte, mit den wenigsten Sorgen hinzudenken.

Doch wie funktioniert das denn nun genau mit diesem Gesetz der Anziehung?

Letztendlich besagt es, dass ein positiv eingestelltes Mindset eine unglaublich große Auswirkung auf dein tägliches Leben haben kann. Das Prinzip ist ganz simpel: Tust du Gutes, widerfährt dir Gutes. Bist du ein negativ eingestellter Mensch, boshaft zu anderen, beschwerst dich konstant über die kleinen und großen Dinge im Leben, wirst du ebenfalls exakt das bekommen, was du ausstrahlst. Wie sollen denn Menschen (Familie, Freunde, Businesspartner, Arbeitskollegen oder Kunden) auch positiv auf dich reagieren und positives geben, wenn du selbst so viel negatives ausstrahlst? Manifestieren bedeutet seinen Visionen Futter zu geben, so zu leben als hätte man die Dinge schon erreicht. Sich auf unbekanntes einzulassen und einzusehen, dass viele Dinge nicht in unserer Hand liegen und das Leben zum größten Teil aus Vertrauen besteht. Manifestieren ist ein bewusster Gedanken- und Energieshift, der den emotionalen Zugang zu vielen Dingen im Leben erleichtert.

Was passiert aber, wenn ich auf Teufel komm raus nun manifestiere, aber es klappt einfach nicht?

Zunächst bedarf es einiges an Praxis. Das ist wie beim Fahrradfahren. Je mehr Praxis, umso besser wird man. Newcomer tun sich anfangs meist noch etwas schwieriger, die Konzentration richtig zu lenken und das ganze nicht zu „überdenken". Die Kunst des Manifestierens ist, sich darauf einzulassen und sich dann ungestresst wieder seinem Leben zu widmen. Hat man es aber einmal inne, erfährt Glücksmomente, dann verlernt man es nie wieder.

Eines der Dinge, die ich für 2017 manifestiert hatte, war mein besagtes Buchprojekt - „Wie hast du das gemacht?". 25 unglaublich tolle Frauen haben mich auf diesem Weg begleitet. Sie haben einen Seelenstriptease hingelegt und aus dem Nähkästchen geplaudert, wie sie ihren Erfolg hinter den Kulissen zustande gebracht haben. Sie sind Mütter, Unternehmerinnen, Freigeister - vom Coach bis zu Heidi Klums MakeUp Artistin, von der Hausfrau bis zur Digitalen Nomadin. Bei einem Altersdurchschnitt von 38 Jahren ist das eine geballte Lebenserfahrung von 950 (!) Jahren, die in diesem Buch steckt. Nun ist es endlich im Handel erhältlich und ich bin so stolz es endlich mit jedem teilen zu können.

Mehr Informationen gibt es unter:

http://www.whddg.fempressmedia.com