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20/02/2015 09:25 CET | Aktualisiert 22/04/2015 07:12 CEST

Gutes tun und damit Geld verdienen

Sie glauben daran, dass sie etwas bewirken können. Sie glauben daran, dass der Einzelne einen Unterschied machen kann und mehr als ein Drittel aller Deutschen glaubt, dass der Umweltschutz das wichtigste Problem unserer Zeit ist.

Robert Churchill via Getty Images

Sie kämpfen gegen das Plastik im Ozean, die Abholzung der Wälder und verzichten bewusst auf bestimmte Konsumgüter: Umweltschützer.

Sie glauben daran, dass sie etwas bewirken können. Sie glauben daran, dass der Einzelne einen Unterschied machen kann und mehr als ein Drittel aller Deutschen glaubt, dass der Umweltschutz das wichtigste Problem unserer Zeit ist. Oft wird die Gewinnerzielungsabsicht als Feind des Umweltschutzes angesehen - zu Unrecht.

Allgemein scheint Gutes tun mit Geld verdienen nicht zusammenzupassen. Entweder man tut es wegen des Geldes, oder wegen der guten Sache. Beides geht nicht. Oder doch?

Gutes tun und Geld verdienen ist alltäglich

Genau genommen werden zahlreiche Berufsgruppen für ihr „Gutes tun" bezahlt: Ärzte, die anderen das Leben retten, Polizisten, die friedliche Demonstranten schützen und Ingenieure, die Wasserleitungen bauen - sie alle tun der Allgemeinheit einen Gefallen und werden dafür bezahlt.

Das geht auch im Bereich des Umweltschutzes. Zahlreiche Unternehmen haben den Umweltschutz bereits in ihre Vision aufgenommen: Sparsame LED-Technologien, moderne Dämmstoffe oder ultraleichte Autobauteile tragen ihren Teil zur Schadstoffminimierung bei - und bescheren den Unternehmen Gewinne.

Wie kommen innovative Unternehmen an Geld?

Doch diese Unternehmen haben auch oft ein Problem: Sie sind jung und brauchen Start- oder aber Wachstumskapital, was in Deutschland nicht gerade einfach zu erhalten ist.

Dass die Deutschen das Risiko scheuen, zeigt vor allem der geringe Anteil an Aktionären in unserem Land. Wenn ein Dax-Konzern kaum das Vertrauen des Deutschen bekommen kann, wie soll dann ein junges Unternehmen, das sich den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat, an Geld kommen?

Eine Win-Win-Win-Situation

Eine mögliche Antwort: Man bringt den Umweltschützer und das Unternehmen zusammen. Wie? Zum Beispiel durch Crowdfunding. Durch die Unterstützung zahlreicher Menschen, die die gleiche Vision verfolgen, kann ein Unternehmen allein durch die Masse der Unterstützer genug Geld einsammeln. Menschen steuern kleine Beträge bei und sehen sich als Unterstützer einer guten Sache, ja fast schon als Mitunternehmer - sie werden so etwas wie ein Social Entrepreneur.

Dabei ist das Investment in ein Umweltschutzunternehmen keineswegs eine Unterstützung „nur" um des Unterstützens willen. Nein, es lässt sich hervorragend mit dem Erzielen einer Rendite in Einklang bringen, wie beispielsweise beim Crowdinvesting in umweltfreundliche Unternehmen. Das Unternehmen bekommt Geld vom Schwarm, der Investor bekommt eine Rendite und der Natur wird geholfen - so etwas nennt man dann eine klassische Win-Win-Win-Situation. Gutes tun und Geld verdienen? Das geht also.


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