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19/05/2015 12:24 CEST | Aktualisiert 19/05/2016 07:12 CEST

Alkohol und Depression zerstörten Tanjas Leben

Vor drei Jahren hat sie ihren Mann verlassen, aber befindet sich seitdem wieder in häufig wechselnden Partnerschaften. Kein Mann genügt ihren hohen Ansprüchen und schon während ihrer Ehe war sie ständig unglücklich und mit ihren Lebensumständen nie ganz einverstanden.

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Den beindruckenden Fall von Tanja R. möchte ich heute vorstellen.

Sie sitzt vor mir, blondgesträhnte Haare, gepflegte Erscheinung, dunkler Teint, übereinander geschlagene Beine, geschmackvolle, farblich gut abgestimmte Kleidung, tiefbraune Augen.

Vor drei Jahren hat sie ihren Mann verlassen, aber befindet sich seitdem wieder in häufig wechselnden Partnerschaften. Kein Mann genügt ihren hohen Ansprüchen und schon während ihrer Ehe war sie ständig unglücklich und mit ihren Lebensumständen nie ganz einverstanden.

Tanja R. hielt sich immer für etwas Besseres und fand keine Erfüllung in ihrem Leben. Seit ca. 10 Jahren trinkt sie regelmäßig größere Mengen Alkohol, was sich auch in immer wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen widerspiegelt.

Aufgrund ihrer Depression ist sie in psychologischer Behandlung und bekommt 20 mg Citalopram ® täglich.

Erst auf einem Foto von ihr konnte ich ihren Blick genauer analysieren und erkannte deutliche Hinweise auf den Enneagrammtyp 4 - eine Hypothese, die sich dann während der weiteren Anamnese bestätigte.

Dieser Fall gestaltete sich äußerst schwierig, denn erst durch eine langwierige Behandlung mit ansteigenden Potenzen des spezifischen homöopathischen Heilmittels gab es langsam aber erkennbar Verbesserungen.

Nur durch die hohe Treffsicherheit der Enneagramm-Homöopathie war ich mir des Heilmittels sicher. Wahrscheinlich hätte ich durch die ausschließliche Anwendung der Klassischen Homöopathie zu schnell das Mittel gewechselt, weil es in diesem Fall nicht klar erkennbar gewesen wäre.

Das Enneagramm-Wissen hat mir hier zu einer erfolgreichen Behandlung verholfen.

Die Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums reduzierte sich, die depressiven Phasen wurden spürbar weniger. Das Citalopram konnte vor drei Monaten abgesetzt werden.

Gelegentlich trinkt diese Patientin noch ein bis zwei Gläser Rotwein, sie ist sich aber dessen bewusst, dass das nicht der Regelfall sein darf.

Die Eigenwahrnehmung, sie sei „die Prinzessin auf der Erbse" und etwas ganz Besonderes, hatte in der letzten Konsultation merklich abgenommen.

Vor zwei Wochen berichtete die Patientin mir, dass sie mit ihrem Ex-Ehemann einen gemütlichen Abend verbracht habe und eine Annäherung stattgefunden hat. Die Patientin wird weiter von mir behandelt und weitere Bewusstseinsprozesse werden sicher noch folgen.

In einer der nächsten Ausgaben geht es um den 51-jährigen Werner T., dem eine Hüftoperation bevorstand und der dem Typ 5 des Enneagramms entspricht.

Detlef Rathmer, Autor des Buches "Wer du wirklich bist"

www.verlagshaus-rathmer.com

Email: detlefrathmer@t-online.de

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