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18/08/2017 11:33 CEST | Aktualisiert 18/08/2017 13:32 CEST

"Die Leichen waren auf der Straße verstreut": Was ich in der Terrornacht in Barcelona erlebte

Stringer . / Reuters

Daniela Grey ist Kanadierin. Mit ihren Eltern und Geschwistern war sie auf der Touristenmeile Las Ramblas in Barcelona, als am Donnerstag ein Lastwagen in die Menge raste. Das Fahrzeug fuhr nur wenige Meter an ihr vorbei:

Wir hatten uns gerade in ein Restaurant an der Straße gesetzt, als der Lastwagen an uns vorbeirauschte. Die Scheiben zerbarsten, Leute rannten durch das Glas und versuchten, sich im Inneren des Restaurants in Sicherheit zu bringen.

Wir hatten keine Ahnung, was passiert ist. Ob es ein Bombenanschlag war, oder eine Schießerei. Mein erster Instinkt war, nach meiner Familie zu suchen - und dann rannten wir los, so schnell wir konnten. Wir wollten uns einfach irgendwie in Sicherheit bringen.

Wir quetschten uns in den Aufzug, dutzende Menschen kamen uns nach. Wir wollten nach oben, weg von der Gefahr. Der Aufzug fuhr aber nicht los. Wir hörten einen Schuss - er muss wohl von einem Polizisten abgegeben worden sein, doch das konnten wir nicht wissen.

Also rannten alle panisch zu den Treppen, hoch, immer weiter hoch. Ich knickte um und schrammte mir die Beine auf. Dann waren wir oben, im ersten Stock des Restaurants.

Die Leichen waren auf der Straße verstreut

Es war traumatisierend. Wir konnten hinaussehen auf die Straße. Ich wollte nicht hinsehen, doch mein Vater stand am Fenster und sah die Leichen, die auf der Straße verstreut lagen.

Um mich herum weinten die Menschen, sie übergaben sich. Wir hatten Angst, dass ein Bewaffneter im Gebäude sein könnte.

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Erst mit der Zeit beruhigten wir uns. Die Mitarbeiter des Restaurants brachten uns Wasser und Essen, sie versuchten, uns zu beruhigen. Über Twitter erfuhr ich schließlich, was passiert war.

Erst fünf Stunden später konnten wir das Restaurant verlassen. Die Polizei kam und brachte uns in kleinen Gruppen in Sicherheit.

Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, die Bilder und Erlebnisse sind noch zu frisch.

Wir sind jetzt zurück in unserer Wohnung, in Sicherheit. Ich kann es nicht abwarten, wieder nach Hause zu kommen.

Das Gespräch wurde von Josh Groeneveld aufgezeichnet.

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