BLOG
16/02/2016 12:48 CET | Aktualisiert 16/02/2017 06:12 CET

Waschtrockner oder Waschmaschine und Trockner?

ILYAS AKENGIN via Getty Images

Spätestens mit den Doktrinen der Energiewende und den populistischen Artikeln der Tageszeitungen in Hinsicht auf Energie(kosten), zeigt sich Verunsicherung bei den Verbrauchern. Wir haben ebenso gelernt, dass es große Unterschiede in den Folgekosten gibt, seitdem die EU-Kommission das EU-Label eingeführt hat.

Nun gilt es nicht nur eine eigene Entscheidung zu treffen, die der Bequemlichkeit und dem Bedürfnis des Haushalts folgt, sondern für unseren Geldbeutel und die Umwelt gleich mit. Ist das alles mit modernen Kombigeräten unter einen Hut zu bringen? Ist es ein Waschtrockner ein Kompromiss oder die beste Wahl?

Kombigeräte gegen Einzelstücke

Wir können die einzelnen Kategorien auf Waschlos in einfachster Weise sichten und verstehen schnell wie die Lage auf den einzelnen Märkten aussieht. Waschtrockner verstehen sich so, während Waschmaschinen auf anderen Plätzen spielen.

Der Vergleich zwischen den einzelnen Kategorien ist nur dann Interessant, will man sich zwischen einem Kombigerät, also einem Waschtrockner, und zwei separat aufgestellten Geräten entscheiden. Dieser Idee folgen wir in diesem Artikel.

Steht man vor der besagten Wahl scheint die Gunst der Käufer zunächst auf den Waschtrockner zu fallen. Waschen und Trocknen in einem Gerät; das Trocknen sogar möglich als Anschlussprogramm an den Waschgang. Theoretisch ein Wunderwerk.

Die Platzersparnis als nächstes Gut, scheint oft alternativlos. Doch ist die Technik nicht so weit, als dass Waschtrockner ohne Kritik auskommen. Der Tadel fällt sogar schwer ins Gewicht.

Waschtrockner zeigen sich in der Handhabung so, wie es unter dem Gesichtspunkt des Energiesparens abgeraten wird.

Die Teillasten von Waschtrocknern hindern Bequemlichkeit und fördern Stromkosten

Um möglichst energieeffizient Wäsche zu waschen soll eine Waschmaschine immer unter Maximallast laufen. Grund dafür ist, dass selbst die neuen Systeme zur Lasterkennung nicht so effektiv arbeiten, als dass man auf diese Bauen könnte. Der Energiekonsum fällt also bei einer vollen Maschine effizienter aus, als bei einer halbvollen Maschine.

Um dieses Beispiel noch weiter auszuführen würden zwei Maschinen Wäsche, die jeweils zur Hälfte befüllt sind, rund 70-100% mehr Energie verbrauchen als eine als eine volle Waschmaschine. Rechnen wir dieses (ineffiziente) Waschverhalten auf das gesamte Jahr hoch, sprechen wir also von Folgekosten, die doppelt so hoch ausfallen können.

Waschtrockner zeigen sich hier in speziellen Umständen. Bei Waschtrocknern ist es nicht möglich die volle Ladung der Wäsche auch trocknen zu lassen. Waschtrockner führen Angaben über die maximale Füllmenge in Teilbereichen. So verfügt ein Modell bspw.

über 9 kg Fassungsvermögen beim Waschen, jedoch nur 6 kg beim Trocknen. So wäre ein Programmabbruch nötig, der der angestrebten Bequemlichkeit nicht in die Karten spielt. Wäscht man hingegen nur mit einer mäßigen Befüllung, ärgert man sich über hohe Folgekosten.

Die Technik hinkt oft hinterher

Wer meint, dass Waschtrockner ebenso fortwährend mit Neuerungen ausgestattet werden, wie etwa Waschtrockner oder Waschmaschinen, der irrt. Ein Grund hierfür ist das veraltete EU-Label, welches im Gegensatz zu Trocknern und Waschmaschinen keine zweite Sichtung erfuhr. Wir sprechen hier also noch immer vom EU-Label, wie es im Jahr 1996 für Waschtrockner eingeführt wurde.

Schaut man sich die Produkte an, stellt man gleich fest, dass das System des Trockners eines Kombigeräts nicht dem eines einzelnen Wäschetrockners entspricht. Oft bauen Waschtrockner noch auf die alte Kondensationsmechanik, die längst vom Wärmepumpentrockner überholt wurde. Gegenüber den neuen Modellen mit Wärmepumpentechnik benötigen die älteren Kondenstrockner rund wenigstens 100% mehr Strom.

Die bestplatzierten Modelle in der WaschLos.de Rangliste zu Waschtrocknern und Wäschetrocknern zeigen sich jeweils mit der neuen Technologie ausgestattet und laufen den oft günstigeren, jedoch stromfressenden Geräten bereits nach wenigen Jahren der Nutzung den Rang ab und zeigen fortan ihren wahren Wert für Umwelt und Geldbörse.

So ist die Auswahl an Geräten sehr begrenzt, was den Konkurrenzdruck nicht so aufkommen lässt, wie er unter Waschmaschinen auffällt. Jedoch ist diese Ansicht eher theoretischer Natur, da sich mancher Waschtrockner als äußerst fortschrittlich zeigt und mit den neuesten Entwicklungen des Herstellers auftrumpfen kann. Ein Waschtrockner, der auf die Wärmepumpentechnologie baut und mit modernster Elektronik in der Waschmaschine auch denjenigen Möglichkeiten bietet, die sich bereits mit der neuen Handhabung vertraut gemacht haben.

Die Platzfrage

Gerade in kleineren Haushalten stellt sich oft eine Platzfrage. Sofern im Mehrfamilienhaus kein Waschkeller zur Verfügung steht, bleibt dem Mieter oftmals nichts anderes übrig, als die Wäsche in den eigenen vier Wänden zu Waschen und oftmals auch zu trocknen. Nach Lösungen wird gesucht, wie die Wäsche überhaupt getrocknet werden soll und ob der ewige Wäscheständer nicht zu viel Platz kostet.

Hier gilt die Hürde eines Platzmangels den Kosten eines stromverbrauchenden Waschtrockners gegenüberzustellen. Das es durchaus möglich ist mit der richtigen Handhabung große Summen an Kosten zu sparen, zeigen die Gegenüberstellungen der einzelnen Produkte in den Kategorien auf einen Blick. Mit jährlichen Kosten von rund 200-300€ zeigen sich neue Waschtrockner als annehmbar im Unterhalt.

Quelle(n):

Editorial Waschlos.de

Bestimmung der EU-Kommission

Lesenswert

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.