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05/12/2015 11:59 CET | Aktualisiert 05/12/2016 06:12 CET

Tipps für 24 Stunden Salzburg

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Copyright: Salzburg Tourismus

Wenn einer sich in der Mozartstadt auskennt, dann der Krimiautor Manfred Baumann, in dessen letztem Salzburg-Krimi „Das Mozartkugelkomplott" sich alles um die berühmte Leckerei dreht, die im Buch zur Mordwaffe wird. Ich habe ihn in Salzburg nach Tipps für einen 24-stündigen Aufenthalt befragt.

Salzburger Kaffeehauskultur

09:00

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So leer ist es im Tomaselli nur am frühen Morgen.

Wer Salzburg zum ersten Mal besucht, den würde der Krimiautor zuerst in eines der traditionellen Kaffeehäuser schicken - ins Fürst, wo 1890 die Mozartkugel erfunden wurde, ins gegenüberliegende Tomaselli, das im Jahr 1700 eröffnete und das älteste Kaffeehaus Österreichs ist oder ins Café Bazar, wo Geschichte geschrieben wurde. „Hier trifft man Einheimische, sieht interessante Leute und bekommt ein erstes Gefühl für diese Stadt", so Baumann.

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Original-Mozartkugeln im Café Fürst

(Wo? Café Fürst, Brodgasse 13 am Alten Markt, tgl. 8-20 Uhr, Tomaselli, Alter Markt 9, Mo-Sa 7-20 Uhr, So 8-20 Uhr, Café Bazar, Schwarzstr. 3, Mo-Sa 7:30-19:30, So 9-18 Uhr)

Traumblick vom Kapuzinerberg

10:00

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Vom Alten Markt geht es in 10 Minuten zu Fuß zur Staatsbrücke, die zur Linzer Gasse führt und dort bei Haus Nummer 14 durch die Franziskuspforte über Treppen hinauf zum Kapuzinerberg. „Wenn du auf dem Kapuzinerberg stehst, dann hast du die ganze Pracht dieser Stadt vor dir", schwärmt der Krimiautor.

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Verwinkelte Treppen führen hinauf zum Kapuzinerberg.

Highlights neben der atemberaubenden Aussicht sind das Paschinger Schlössl, das sich von 1917-1937 im Besitz des Schriftstellers Stefan Zweig befand und das Kapuzinerkloster aus dem frühen 17. Jahrhundert.

(Wo? Siehe Beschreibung Text)

Sebastiansfriedhof

12:00

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„Wenn man vom Kapuzinerberg herunterkommt, lohnt sich ein Abstecher zum nahen Sebastiansfriedhof in der Linzer Gasse", empfiehlt der Salzburger Autor. „Der Friedhof ist etwas ganz einmaliges. Man glaubt gar nicht, dass in der geschäftigen Linzer Gasse so ein Ort der Beschaulichkeit liegt". Auf dem Friedhof, der um 1600 im Stil eines italienischen „Campo Santo" angelegt wurde und von 87 gewölbten Pfeilerarkaden umgeben ist, befinden sich die Grabstätten von Paracelsus, Leopold Mozart und Constanze, der Witwe von Wolfgang Amadeus.

(Wo? Linzer Gasse 41, Nov-März 9-16 Uhr, Apr-Okt 9-18 Uhr)

Salzburger Hausmannskost

13:00

Zum Mittagessen empfiehlt Manfred Baumann den Weiserhof in der Nähe des Bahnhofs. „Das ist eines meiner Lieblingsrestaurants. Hier kriegt man Salzburger- und österreichische Spezialitäten, die nach alten Rezepten zubereitet werden. Die haben so skurrile Namen wie Stinkerknödel und Hoargneistnidei. Das ist etwas, was man sonst kaum wo bekommt. Ein anderes Restaurant, das ich gerne mag, ist der Augustiner Braugasthof Krimpelstätter. Im Stadtzentrum ist für mich persönlich eigentlich nur das Triangel interessant, das im Festspielbezirk angesiedelt ist".

Alles nichts für Vegetarier und Veganer wie mich! Ich gehe ins gemütliche Green Garden, wo es leckere fleischlose Dreigangmenüs gibt, die auch in der veganen Variante angeboten werden.

(Wo? Weiserhof, Weiserhofstr. 4, Mo-Fr 11-24 Uhr, Sa/So geschlossen, Krimpelstätter, Müllner Hauptstraße 31, Di-Sa 11-24 Uhr, Triangel, Wiener-Philharmoniker-Gasse 7, Di-Sa 12-24 Uhr, Green Garden, Nonntaler Hauptstr. 16, Di-Sa 12-14 Uhr und 17:30-21 Uhr)

Lustschloss Hellbrunn

14:00 Uhr

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Copyright: Salzburg Tourismus

„Einen Abstecher nach Hellbrunn würde ich unbedingt empfehlen, auch wenn man sich nur einen Tag in Salzburg aufhält", rät Manfred Baumann. „Am besten fährt man mit der Amadeus raus, denn so sieht man die Stadt von einem Punkt aus, von dem man sie sonst nie erlebt, von der Mitte des Flusses. Hellbrunn ist eine ganz einzigartige Besonderheit. Du tauchst ein ins 17. Jahrhundert, zumindest was das Schloss und die Wasserspiele anbelangt und bekommst ein bisschen dieses Gefühl mit, wie das gewesen sein mag, wenn sich die Fürsterzbischöfe für einen Tag von der

Härte der Regierungsgeschäfte an einen Ort der Beschaulichkeit und der Lustbarkeit zurückgezogen haben. Vor allem die Kombination mit den Wasserspielen, der Architektur, der Garten- und Parklandschaft, das ist schon etwas, was nicht umsonst hunderttausende Besucher anzieht".

(Wo? Im Winter am besten mit dem Bus Linie 25 ab Hauptbahnhof, Südtiroler Platz oder ab Rathaus. Der Bus fährt alle 20 Minuten, Fahrtzeit 17-22 Minuten, siehe auch „http://fahrplan.oebb.at". Das Panorama-Speedboot Amadeus fährt von Ende März bis 1. November tgl. mehrmals ab der Anlegestelle Makartsteg)

Mozarts Geburtshaus

16:00

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Copyright: Salzburg Tourismus

Ein Muss, wenn man in Salzburg ist. „Man muss sich nicht alle Bereiche in allen Stockwerken anschauen", so Baumann. Was man sich unbedingt anschauen muss ist die Wohnung der Familie Mozart im 3. Stock, wo in Mozarts Geburtszimmer der Ermordete aus dem Mozartkugelkomplott liegt.

(Wo? Getreidegasse 9, tgl. 9-17:30 Uhr, Juli/Aug. 8:30-19 Uhr)

Festung Hohensalzburg und Museum der Moderne

17:00

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Wer am Morgen auf dem Kapuzinerberg war, sieht auf der Festung die Stadt nun von der entgegen gesetzten Seite. Die Festung, die hoch über Salzburg thront, ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie schließt im Winter zwar schon um 17 Uhr, die grandiose Aussicht lohnt sich jedoch auch, ohne dass man dazu den Burghof betreten muss.

Neben der Festung liegt das Museum der Moderne, ein kubusähnlicher Bau, in dem Werke internationaler Künstler gezeigt werden.

(Wo? Festung Hohensalzburg, Mönchsberg 34, Jan-Apr und Okt-Dez 9:30-17 Uhr, Mai-Sep 9-19 Uhr, Adventwochenenden und Ostern 9:30-18 Uhr, 20 Min. Fußweg oder 1 Min. mit der Festungsbahn. Museum der Moderne: Mönchsberg 32, Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr, Mo geschlossen).

Dinner mit Aussicht im M32

18:00

Der perfekte Ausklang des Tages ist ein leckeres Essen mit einem atemberaubenden Blick auf die Altstadt im Restaurant M32 im Museum der Moderne. Auf Wunsch werden auch vegetarische und vegane Gerichte zubereitet.

(Wo? Mönchsberg 32, Di-So 9-1 Uhr nachts, Mo geschlossen)

Was sind nun Manfred Baumanns Lieblingsorte in Salzburg?

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Krimiautor Manfred Baumann

„In der Stadt habe ich zwei Lieblingsorte. Einerseits sitze ich wahnsinnig gerne entweder im Tomaselli, im Fürst oder auch im MozARTs, trinke meinen Espresso und schaue mir dieses Theater an, das da passiert. Diese unwahrscheinlich vielen Darsteller, wo jeder eine Rolle spielt. Ich liebe das einfach, dieses Gebahren und was da alles an Szenen passiert. Ich ziehe mich auch gerne zurück auf den Sebastiansfriedhof. Es gibt für mich in dieser Stadt so viele faszinierende Plätze. Ich tue mich schwer mit einem absoluten Lieblingsplatz. Aber womit ich am meisten Verbindung habe, ist Hellbrunn.

Tipp für Opernfreunde: Eine Vorstellung im Marionettentheater (19:30 Uhr). „Die Aufführungen sind so faszinierend gemacht, dass man vergisst, dass es sich bei den Darstellern um Puppen handelt", sagt Baumann. Isst man im M32 schon früh zu Abend, schafft man die Vorstellung um 19:30 Uhr garantiert.

INFO: Freie Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, freien Eintritt in Museen und weitere Vergünstigungen gibt es mit der Salzburg Card für 24, 48 oder 72 Stunden (ab 24€). Weitere Informationen zur Karte bei salzburg.info.

Die Autorin war auf Einladung der Tourismus Salzburg GmbH in Salzburg.

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