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23/12/2015 04:58 CET | Aktualisiert 23/12/2016 06:12 CET

Tipps für 24 Stunden Florenz

Florenz, die Geburtsstätte der Renaissance, ist ein einziges Kunstwerk. Man muss die Stadt zu Fuß erkunden, um ihre ganze Schönheit zu erfassen. Das ist kein Problem, denn alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen im historischen Zentrum. Verlaufen kann man sich nicht - dafür sorgt die fast überall sichtbare Domkuppel. Wahrzeichen der Stadt und Orientierungspunkt.

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Blick vom Piazzale Michelangelo auf die Altstadt

Piazzale Michelangelo - die Stadt auf einen Blick

9:00

Florenz war lange Zeit meine zweite Heimat. Meine Eltern haben zehn Jahre lang in der Stadt am Arno gelebt und ich habe während jener Dekade viel Zeit dort verbracht und kenne fast jeden Winkel. Nach wie vor ist Florenz für mich eine der schönsten Städte der Welt.

Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, dem rate ich immer, sich am Morgen zuerst zum Piazzale Michelangelo aufzumachen, um die ganze Schönheit der Stadt auf sich wirken zu lassen. Der Weg hinauf über Treppen und die Viale Giuseppe Poggi ist mühsam, der spektakuläre Blick über die Stadt jedoch so überwältigend, dass man die Strapazen des Aufstiegs sofort vergisst.

Santa Maria Novella im Westen, Santa Croce im Osten, die majestätische Domkuppel in der Mitte, der schlanke Turm des Palazzo Vecchio, der Arno, die schönste Brücke Italiens, Ponte Vecchio und im Hintergrund die Hügel von Fiesole. Die ganze Pracht des alten Florenz breitet sich vor einem aus.

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Inmitten des Platzes steht auf einem Sockel eine Bronzekopie von Michelangelos David.

(Tipp: Wer nicht laufen möchte, kann ab dem Bahnhof Santa Maria Novella mit den Buslinien 12 und 13 zur Piazzale hinauffahren)

Ponte Vecchio

10:30

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Von der Piazza Giuseppe Poggi unterhalb des Piazzale Michelangelo führt die Flusspromenade Lungarno zur Ponte Vecchio. Kennzeichnend sind die zahlreichen alten Goldschmiedewerkstätten, die sich seit dem 16. Jahrhundert dicht gedrängt aneinanderreihen.

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Auf der Brücke herrscht zu fast jeder Tageszeit reges Treiben. Als ich heute über die Brücke laufe spielt ein Straßenmusiker Weihnachtslieder, Japaner posieren vor ihren Selfiesticks, zwei schmucke Carabinieri in Helm und hohen Stiefeln stehen an eine Wand gelehnt und diskutieren, ihre Motorräder stets im Blick.

Kunststudenten üben sich im Porträtmalen, ein Straßenkünstler vollführt Kunststücke mit Bällen und eine Gruppe Touristen handelt mit einem Straßenverkäufer über den Preis von Tüchern.

Uffizien - Reise durch die Meisterwerke der Kunst

11:00

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Auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke befinden sich die Uffizien mit einer der umfangreichsten und ältesten Kunstsammlungen der Welt, darunter Werke von Botticelli, Caravaggio, da Vinic, Goya, Michelangelo und Tizian. Für die Besichtigung der zwei endlos lagen Gänge und der angrenzenden 45 Räume sollte man knapp zwei Stunden einplanen.

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Kopie des David auf der Piazza della Signoria

Hinter dem monumentalen Gebäude der Uffizien liegt die Piazza della Signoria, umgeben von Renaissancepalästen reicher Florentiner. Mächtigstes Gebäude ist der Palazzo Vecchio, früher Fürstensitz und Stadtparlament, heute Sitz des Rathauses.

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Die Piazza gleicht einem Freilichtsalon. Nirgendwo sonst in Florenz kann man von Straßencafés aus so viele Statuen von Michelangelo und Donatello bewundern wie hier.

(Wo? Piazzale degli Uffizi 6, Di-So 8:15-18:50 Uhr)

Die Welt der Medici und der Gourmets

13:15

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Von der Piazza della Signoria aus sind es etwa 15 Minuten Fußmarsch zum Mercato Centrale di San Lorenzo, ein Paradies für Feinschmecker auf zwei Etagen. Die Verkaufsstände quellen über mit Gemüse und Obst in riesiger Auswahl, Fisch, eingelegte Tomaten, Oliven und Artischocken, Brot, zahlreiche Käsesorten und Pasta.

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Rings um den Markt liegen zahlreiche Trattorien, wo man relativ preisgünstig zu Mittag essen kann. Im Viertel San Lorenzo steht die monumentale Basilica di San Lorenzo, Haus- und Grabkirche der Medici.

Bis zum Bau des Doms war die älteste Kirche der Stadt Kathedrale von Florenz. Der benachbarte Palazzo Medici Riccardi, Prototyp des florentinischen Stadtpalastes, war Wohnpalast der Medici bis sie 1540 in den Palazzo Vecchio umzogen. 1659 erwarb die Patrizierfamilie Riccardi den Palast.

Sehenswert sind die prachtvollen Fresken und die Wohnräume, die zum Teil mit Originalmöbeln eingerichtet sind.

(Wo? Mercato Centrale di San Lorenzo, Via dell'Ariento, Mo-Sa 7-14 Uhr)

Michelangelos David

14:30

Vom Palazzo ist es fast nur ein Katzensprung zur Galleria dell'Accademia in der Via Bettino Ricasoli im Studentenviertel San Marco. Dort steht der David von Michelangelo, das kolossale, fünf Meter hohe Original, das der Künstler von 1501 bis 1504 schuf.

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Bis zum 19. Jahrhundert stand die Statue auf der Piazza Signoria. Da sie unter Wind und Wetter aber stark litt, wurde sie 1873 zur Restaurierung in die Galleria verfrachtet und bekam ihren endgültigen Platz im Rotundensaal.

(Wo? Riccasoli 58-60, Di-So 8:15-18:50)

Il Duomo - Brunelleschis Meisterwerk

15:30

Der Dom Santa Maria del Fiori, mit 8300 Quadratmetern und Platz für 20.000 Gläubige viertgrößte Kirche der Welt, ist das Wahrzeichen der Stadt.

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Die gigantische Kuppel gilt als erstes architektonisches Meisterstück der Frührenaissance und ist das Erstlingswerk des damaligen italienischen Star-Architekten Brunelleschi. Der steile Aufstieg zur Kuppel über die alten engen Treppen ist das Highlight des Dom-Besuches - so strapaziös die 463 Stufen auch sind.

Oben angekommen wird man nicht nur mit einem grandiosen Rundumblick über Florenz belohnt, sondern auch mit einem Blick auf das Innenleben der Kuppel und die Kuppelbemalung. Neben dem Dom steht der Campanile, der Glockenturm von Giotto. Dort hinauf sind es nur 414 Stufen - die Treppe ist weit bequemer als im Dom, die Aussicht ist die gleiche.

(Wo? Piazza del Duomo, Mo-Mi und Fr 10-17, Do 10-16:30, Sa 10-16:45, So und Feiertage 13:30-16.45. Kuppel: So-Fr 8:30-19:00, Sa 8:30-17:40)

Piazza della Repubblica, Freilichtsalon der Stadt

16:30

Zeit für einen Nachmittagskaffee auf der Piazza della Repubblica, dem größten Platz und belebten Mittelpunkt des Geschäftsviertels im historischen Zentrum.

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Die Cafés rund um die Piazza sind beliebter Treffpunkt der Florentiner zu jeder Tageszeit. Zum Espresso oder Aperitif wird über Geschäfte gesprochen, lebhaft diskutiert, gestritten, gelesen und studiert.

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Das Gilli, das es seit 1733 gibt, gleicht einem Wiener Kaffeehaus.

Die schönsten Cafés sind das Gilli im Belle-Epoque-Stil, das Caffè Le Giubbe Rosse, in dem Kulturveranstaltungen und Lesungen stattfinden und das Paszkowski, wo im Sommer ein kleines Orchester spielt.

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Egal in welchem Straßencafé man sich niederlässt, Dank der vielen Straßenmusiker auf der Piazza ist man nie ohne Musik.

(Gilli Mi-Mo 7:30-2 Uhr nachts, Le Giubbe Rosse tgl. 8-20, Paszkowski tgl. 7-24)

Von Gucci zu Pucci

17:30

Eleganz und Mode haben in Florenz eine lange Tradition und in keiner anderen Straße der Stadt wird das so deutlich wie in der Via Tornabuoni.

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In der von Stadtpalästen gesäumten Straße befinden sich die großen florentinischen Labels Gucci, Pucci, Ferragamo, Coveri und Cavalli sowie andere Designer und die großen Juweliere Bulgari, Damiani und Buccellati.

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Dem Schuhdesigner Ferragamo ist in der Via Tornabuoni Nr. 2 im Firmensitz Palazzo Spini Feroni sogar ein kleines Museum gewidmet. Ein Muss für alle, die Schuhe lieben! Berühmteste Ferragamo-Trägerin war Audrey Hepburn, die in all ihren Filmen maßangefertigte Schuhe des Meisters trug.

Gucci-Schuhe eignen sich allerdings nicht für lange Spaziergänge durch Florenz!

(Von der Piazza della Repubblica gelangt man über die Via di Strozzi direkt in die Via Tornabuoni)

Chianti im Cantinone di Firenze del Gallo Nero

19:30

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In dem alten Kellergewölbe, in dem das Restaurant untergebracht ist, gibt es den besten Chianti der Stadt. Dazu die Küche der Toskana, Pasta und leckeres Bruschetta. Es werden auch vegetarische und vegane Gerichte angeboten. Der Gallo Nero (schwarzer Hahn) ist übrigens das Symbol für den echten Chianti.

(Wo? Via Santo Spirito 6, auf der anderen Arnoseite, nahe Ponte Vecchio, Di-So 12-15 Uhr, 19-22:30 Uhr)

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